25.09.07

dreams are my reality

am donnerstag auf der popkomm standen sie am universalstand. fünf geschniegelte jungs, fashion victims der allerfeinsten sorte. mit einem styling versehen, dem unzählige teenie-boys nacheifern, ohne dass sie es je zugeben würden. lexington bridge, musste ich mich von vicky belehren lassen. ignorance is immer noch bliss. vorgestern nacht dann passierte es: sie tauchten in meinem schlafzimmer auf, gitarren wie waffen über die schulter gehängt. mit ihren äxten rissen sie ein punkrotzset runter, dass mich gewaschen hatte. lexington bridge waren die geilste band der welt. und ich auf den knien, um sie um vergebung zu bitten, dass ich sie so achtlos in die boygroupschublade gesteckt hatte.

24.09.07

heute bei e-plus

im geschäftskundendienst nachdem kunde m. (seit 2000) zum dritten mal seine rufnummer korrekt aufgesagt hat: "sie sind kein kunde bei e-plus. darüber müssen wir jetzt nicht diskutieren." klick.

23.09.07

popkomm, tage zwei, drei und vier

gut wars ja schon mal losgegangen. hatten wir am abend von tag eins noch ausgesetzt und statt verschwitzten klubs die nette wilde 13 aufgesucht, um ein bisschen champions league zu schauen, hieß es am donnerstag wieder: stöpsel rein! nachdem wir tagsüber vicky am universalstand und ich dann noch nina von tapete getroffen hatte, landeten wir im postbahnhof bei city slang. die hatten caribou, menomena, malajube, stars und architecture in helsinki im programm, und irgendwie haben wir es doch wieder nur auf zwei bands gebracht. malajube finde ich glaube ich von platte dann doch etwas besser, live hätte ich mir ein klein bisschen mehr ecken und kanten erwünscht. an die stars hatte ich hohe erwartungen gestellt, wie gut, dass sie sich das zu herzen genommen haben. ein herzerweichend schöner gig, der den ende des abends für uns bedeutete. wir beschlossen, dass es schöner nicht werden würde und traten den heimweg an. ob wir architecture in helsinki damit unrecht getan haben? ignorance is bliss.

den letzten popkommtag klemmten wir uns komplett, stattdessen verbrachte ich den tag damit, vergeblich irgendwelche schuhe zu finden. seit wochen mit löcher in den sohlen rumlaufend, war der sneakererwerb eigentlich eine toppriority. aber die berliner schuhhändler hatten sich gegen mich verschworen. so fand rainer zwar welche, aber ich war noch immer mit alten tretern unterwegs. abends tischten endi und judith dann nochmal richtig auf, hinterher verzog ich mich mit der laut-bagage in den hoch geschätzten schokoladen. the book of daniel spielten und meine beiden begleiter machten sich hinterher lustig über mich. worte wie bibelstunde und christen-indiepop fielen. mit den beiden freunden der stumpferen abendunterhaltung fuhr ich weiter in die maria, wo die intro ein intim vom feinsten aufgefahren hatte.

erste delikatesse in meinem menü: jake the rapper. ein irrsinniger, der gegen ende des sets völlig verschwitzt auf der bühne seinen apfel verprügelte. das hemd offen präsentierte er seine behaarte, tätowierte monsterwampe. ein dom des genusses, in dessen inneren locker ein sudanesischer nomadenstamm seine rinderherden unterstellen könnte. nur mal so, damit man eine idee der dimension bekommt. die op:l bastards kamen ganz offensichtlich mit dem festen vorhaben auf die bühne, jedem einzelnen maria-besucher den schädel mit dem beathammer einzuschlagen. derjenige, der den begriff "auf die zwölf" zuerst ausgesprochen hat, muss von den finnen gesprochen haben. mir wars dann auf die dauer ein wenig zu stumpf, da änderte auch nicht das neon-gelbe shirt und der indianerschmuck etwas dran.

viel besser machte es hingegen herr trentemøller. er hatte ein wirklich schönes set am start, dass je nach gusto mal im betonvorgarten des house in der fahlen sonne lag oder in der garage das standgas benzin durchblasen ließ. ging ganz schön ab. gut für den sound: der live-drummer. auch wenn slim den safri-duo-vergleich bemühte. erfreulich auch an diesem abend: statt h&m-new-rave-fashion-victim-teenager gediegenes bis dezent durchgeknalltes partyvolk.

und am samstag hab ich in kreuzberg dann auch noch schuhe gefunden. all's well that ends well.

20.09.07

lesebefehl

bitte unbedingt kaufen und lesen: raketen in dosen von tom tonk. bitte dazu kaufen: taschentücher. zum lachtränen auffangen.

19.09.07

popkomm, tag null und eins

das ging ja gut los! swiss air fliegen kann ich nur empfehlen, wo sonst bekommt man über den wolken noch australischen rotwein auf kosten des hauses? nach sanfter landung in tegel zu endi in den hain gekurvt und dort unverhofft auf einen bebarteten gerd getroffen. der befindet sich auf dem sprung in die usa, um die dortige diy-underground-szene in augenschein zu nehmen. interessantes vorhaben! ganz nebenbei noch sein buch "fußball vs. country" in die hand gedrückt bekommen, und dann los ins lido. die stinklangweiligen checks hätten wir uns noch gut sparen können, goose brannten im gegenteil wie versprochen den laden nieder. in einer guten dreiviertelstunde und mit sieben stücken. im lido habe ich übrigens auch gemerkt, dass es durchaus seine vorteile haben kann, in der provinz zu leben. was dort an new rave fashion victims rumrannte, ging gar nicht. e-kel-haft. vom endi noch die bullbar gezeigt bekommen und dann zivil ins bett.

dass das bangen zu den belgiern nicht dem nacken, sondern der hirnrinde geschadet hat, durfte ich feststellen, als ich eine stunde zu früh in kreuzberg vorm studio stand, um slut zu treffen. 2/5 von ingolstadts finest saß derweil noch in der ankerklause beim frühstück. flugs mit dem fluxkompensator dahin, raum-zeit-kontinuum geradegebogen. von dort zurück ins studio, einen song mitanhören (nice!), und weiter zum rock'n'roll rendez-vous mit bela b. der war, wie der rest der ärzte auch, ganz schön entspannt.

so habe ich an einem vormittag zwei gute interviews eingetütet. den nachmittag auf der popkomm verbracht (bis jetzt nicht der rede wert), um dann mit dem shuttle-service (panel-speaker-rolle sei dank) im a8 zurück in den hain zu karjolen. wenn einem der chauffeur die tür zum aussteigen öffnet, hat mans geschafft.

17.09.07

plug in to anderer leute biervorräte

plug in to success ist der slogan der diesjährigen popkomm. nachdem ich letztes jahr gepasst habe, bin ich heuer teil einer rekordverdächtig kleinen, dreiköpfigen delegation, die sich auf nach berlin macht. repräsentieren heißt bei laut traditionell: auf dem messegelände gucken, wo es sichere biervorräte gibt, dies den anderen kommunizieren und sich dann mit den wächtern der biervorräte anfreunden. abends zerfällt die delegation genau so traditionell in kleinste einzelteile, um den diversen konzerten beizuwohnen.

in meinem fall heißt das: ankunft in berlin tegel ca. 19:15 uhr morgen abend. in den hain, bei endi die klamotten abladen. von dort ins lido, wo nach den checks und tent goose die hütten anzünden werden. 100%ig. danach freie restabendgestaltung mit dem gastgeber. mittwoch früh um 10 uhr zu slut ins studio, gucken, ob die jungs auch die richtigen spuren aufnehmen. um 11 weiter zum rendez-vous mit bela zwecks neuer -plattenpromo in kreuzberg. von dort kurz kreuzberger läden nach neuen tretern abklappern, dann gemächlich untern funkturm.

abends ab in den postbahnhof, dort gilt es beim dänischen abend vor allem, dúné zu sehen. danach gehts weiter in die kulturbrauerei, wo die visions clickclickdecker, billy bragg, fotos und the robocop kraus auffährt. problematisch wirds gegen mitternacht, wenn texta in moabit im engelbrot (kennt das jemand?) die mics in die hand nehmen. zweiteilung nicht ausgeschlossen. hard-fi wäre auch noch, aber das schaffe ich beim besten willen nicht.

am donnerstag drängen die kollegen von warner auf einen besuch einer business-präsentation um 10 uhr, ich werde bis zum schluss guten willen bekunden, dort wirklich aufzutauchen. auf jeden fall tagsüber ein paar flossen schütteln auf dem messegelände versprochene biere abholen, abends dann erstmal wieder in den postbahnhof, city slang-nacht mitnehmen. dort gibts u.a. zu hören: caribou, malajube, stars und architecture in helsinki. später warten in der kulturbrauerei black strobe und nitzer ebb. die !k7-labelnacht muss wohl ohne mich stattfinden.

freitag geht dann sicher schon gaaaaanz langsam los, denn auch der vierte abend will begangen werden. wieder lockt der postbahnhof, diesmal mit sally sounds: dogs, kante, turbostaat und johnossi. dann muss ich unbedingt im schokoladen the book of daniel ansehen, obs dann noch für trentemøller und op:l bastards beim intro intim reicht, weiß der teufel.

und dann erwartet eddy am samstag noch, dass ich seine beloved enemy im wild at heart anfeuere. ächz.

i wanna be sedated ...

3 stunden noch bis zu meinem ersten phoner. nach vier jahren arbeit für laut.de das erste mal interview am telefon. mit tommy ramone. TOMMY R.A.M.O.N.E. holy shit, steh mir bei.

09.09.07

a blog about very cool scandinavian stuff

nein, ich mache hier keine schleichwerbung für nerdcore (auch wenn es das verdient hat, also, lesen!). ich möchte lediglich, wie es der olli vor ein paar tagen auch schon getan hat, auf unser gemeinsames baby hinweisen. es ist schon ende juli auf die welt gekommen, aber so richtig in schwung wird suicide on midsommar wohl erst jetzt, wenn die tage kürzer und wie alle so schön skandinavisch melancholisch werden und die dunklen nachmittage bei kaffe och kaka verbringen. da fällt mir wieder ein, dass unser besuch gestern alle finnischen männer als lakonische mit-dem-bier-in-der-hand-ins-lagerfeuer-starrer bezeichnete. aber das tut nichts zur sache. wichtig ist: suicide on midsommar soll in zukunft mit neuigkeiten und vielleicht sogar mal entdeckungen in sachen skandinavischem (mit fokus auf schwedischem) pop/rock versorgen. weiter gefasste ausrichtung nie ausgeschlossen. und wer uns richtig dolle mag, kann auch freund von uns werden.

sonntagnachmittagbeschäftigung

habe im journal meines last.fm-accounts mal wieder was über eine meiner lieblingsbands geschrieben. heute: tocotronic. read it!

08.09.07

dein gut ist mein gut

auch schön. das neue video zu tocotronics zweiter single aus "kapitulation", dem großartigen "imitationen".

intelligent input, darlin'

das könnte tatsächlich so etwas wie der semipeinliche pop-hit des jahres werden. schon beim dritten hören bedenklich tief im gehörgang: kate nash. vicky schwört echte begeisterung, auch wenn sie die dame promoten darf.

04.09.07

werbung im web ...

... ist in der regel ja ein ziemlicher pain in der arsch, aber das, was citroen auf der lycos-homepage momentan abzieht, ist schlicht der hammer. bitte auf den button in der werbung rechts drücken (weiß nicht, wann dieser eintrag obsolet wird, aber sowas kann man ja nicht konservieren).