19.02.09

New York I love you ...

Vicente Sahuc ist der Typ, der dieses großartige Video zu verantworten hat. Er ist mit der Kamera durch New York, spielt seine Sequenzen in wundervoller Slo-Mo ab und unterlegt sie mit, nunja, U2. Es sei ihm verziehen, denn es passt großartig.

New York 2008 from Vicente Sahuc on Vimeo.
(Via NYblog, via Toco.)

Endlich wieder Obama-Content!

For yer jolly morning lolz!

(Via Nerdcore.)

14.02.09

Trent has a business model!

Musiker, die jenseits von Knebelverträgen unabhängig von Labels arbeiten möchten, müssen sich neben der Kunst auch mal Gedanken um ein Business Model machen. How do you monetize? Wie kommen die Brötchen auf den Tisch? Trent Reznor hat mit seinen Nine Inch Nails sehr gut verstanden, wie er ohne Plattenfirma seine Fans bei der Stange hält und sie dazu bringt, ihn für seine Kunst zu entlohnen. Ich habe das ganze 2007/08 für laut.de recht nah verfolgt, Mike Masnick von Techdirt hat es sehr gut zusammengefasst.

(Via 78s.)

12.02.09

You flicked a match into my brain

Dickes rotes Kreuz im Kalender am 09. Juni. Dann erscheint das Album des Jahres.


Tracklist:
1. Sacred Trickster
2. Anti-Orgasm
3. Leaky Lifeboat(for Gregory Corso)
4. Antenna
5. What We Know
6. Calming The Snake
7. Poison Arrow
8. Malibu Gas Station
9. Thunderclap For Bobby Pyn
10. No Way
11. Walkin Blue
12. Massage The History

Dazu drei Livedates: 22. April in Krems a.d. Donau, 23. April in München, Haus der Kunst, am 24. April in Düsseldorf. Herrlich!

11.02.09

It's Magic!

Eine Minute Kitschwahnsinn gefällig? The Sound Of Arrows machen Indie-Hüpfpop, wie er wohl nur aus Schweden kommen kann. Und im kurzen Teaservideo gibt es Einhörner, Wale und glückliche Kinder. Leider kommt das Album wohl erst im Herbst.

(Via Nerdcore.)

Read! 11.02.09

10.02.09

2000 High Fives

Improv Everywhere ist toll! Hat immer wieder schöne Ideen, die dann durch die Blogosphäre (benutzt man das Wort 2009 überhaupt noch?) geistern. So wie diese hier, bei der Rob 2000 High Fives in der New Yorker U-Bahn verteilt.

(Via Laughing Squid.)

Maiiiiden!

Die Dokumentarfilmer Scot McFadyen und Sam Dunn haben Iron Maiden begleitet, auf ihrer letztjährigen Welt-Tour "Somewhere Back In Time". Heraus gekommen ist "Iron Maiden: Flight 666", der Streifen feiert beim SXSW Premiere.

(Via Laughing Squid.)

Smile - you're in a pub!

Großbritannien ist CCTV-wütig, das ist bekannt. Ob die Überwachung die Sicherheit der Menschen auf Straßen und öffentlichen Plätzen tatsächlich erhöht oder doch nur das Sicherheitsgefühl verbessert, ist bislang nicht abschließend geklärt. Klar ist aber, dass es immer noch derber geht. - In London hat ein Neu-Pubbesitzer jetzt von der Polizei die Auflage für die obligatorische Schanklizenz bekommen, er müsse am Eingang seines Pubs eine Kamera einrichten, die alle Besucher abfilmt. Die Aufnahmen müssten dann der Polizei bei Bedarf verfügbar gemacht werden. Also, in Zukunft: Kragen hoch beim Pubbesuch.
(Via Boingboing.)

09.02.09

Williamson in seinen eigenen Worten

Ich habe mir gerade die Sendung des schwedischen Fernsehens reingefahren, die die Holocaust-Leugnung des Pius-Bruders Richard Williamson bekannt gemacht hat. Wow. Er leugnet tatsächlich - vor laufender Kamera, aufgenommen auf deutschem Boden. In vollem Bewusstsein, dass er eine Straftat begeht, bittet er den Reporter, ebenfalls vor laufender Kamera, ihn nicht ans bundesdeutsche Behördenmesser zu liefern. - Eigentlich verfolgt das Fernsehteam den Weg eines schwedischen Konvertiten, Sten Sandmark, der von den Pius-Brüdern in Bayern die Priesterweihe erhält. Während der gut 55 Minuten decken sie dabei interessante Berührungspunkte und Verknüpfungen mit der internationalen rechten Szene auf. Williamson ist mit seinen Aussagen dann nur noch die Kirsche auf der braunen Sahne. Das Video gibt es hier bis zum 21.02. schwedisch mit englischen Untertiteln zu sehen.

Radiohead - 15 Steps mit Marching Band

Radiohead gehören definitiv zu den wichtigeren Bands in meinem Leben. Seit ihrem Debütalbum begleiten sie mich, und die beiden Male, die ich sie live gesehen habe, waren derbe Erweckungserlebnisse. Sie testen Grenzen, über die ich ohne sie nicht gegangen wäre. Okay, "15 Steps" schreit geradezu nach einer Marching Band wie dieser, trotzdem sicher einer der ungewöhnlicheren Auftritte bei den diesjährigen Grammys.

(Via 78s, die das ganz richtig als Guggenmusik bezeichnet haben.)

Read! 09.02.09

Mañana - Unbalance (Sonic.ht’s Betty and Waveforms Remix) als Download


Ich habe die Basler Mañana wirklich lieb gewonnen in den letzten Monaten. Ursprünglich hatte ich ihre Platte "Interruptions" für laut.de rezensiert und für sehr gut befunden. Nachdem ich sie dann vor ein paar Wochen auf Einladung von Sänger Manuel das erste Mal in der Roten Fabrik live gesehen hatte, war ich umso überzeugter. Diese Band hat wirklich what it takes. Okay, sie könnten en concert noch etwas mitreißender werden, aber technisch und songwriterisch sind sie schon ganz weit vorne. 78s hat jetzt den Sonic.ht’s Betty and Waveforms Remix ihrer kommenden Single "Unbalance" zum kostenlosen Download. Herrlich!

08.02.09

Amos - City Kill

Der Imperator of Pop ist zurück - und macht einen auf tough. Im Video zu "City Kill" fließt literweise Blut. Yay!

07.02.09

Einkaufen absurd

Einen echten WTF?-Moment hatten meine Freundin und ich heute beim Einkaufen. Obwohl in der Schweiz wohnhaft, kaufen wir ob der Nähe von Kreuzlingen und Konstanz gerne auf der deutschen Seite ein, klar, da ist es billiger. Noch mehr Geld kann man sparen, wenn man sich die Mehrwertsteuer rückerstatten lässt. Ab einer Summe über 50€ lohnt es sich: Man lässt sich im Geschäft einen grünen Mehrwertsteuer-Rückzahlungsschein ausstellen, komplett mit Anschrift des Kunden und lässt diesen an der Grenze vom deutschen Zoll abstempeln. Beim nächsten Besuch in Deutschland kann man sich dann im Geschäft die Mehrwertsteuer auszahlen lassen.

Beim Einkaufen in der Stadt heute haben wir einen solchen Mehrwertsteuer-Rückzahlungsschein verloren. K. hatte ihn schon in der Hand, nach einem Einkauf im Drogeriemarkt war er einfach nicht mehr da. Nachdem wir das definitive Abhandenkommen festgestellt hatten, schlug ich vor, schleunigst in dem Laden, in dem wir die Mwst. zurückholen wollten, vorbeizuschauen.

Dort (ein kleines Einzelhandelsgeschäft für Frauenbekleidung, Noja für die Ortsansässigen) angekommen ließ sich gerade eine Kundin einen solchen Schein auszahlen. K. sprach die Verkäuferin an, noch während sie besagte Kundin bediente und erklärte, dass wir einen solchen Schein verloren hätten. Sie möge doch bitte drauf achten, wenn ihn jemand abgebe oder einzulösen versuchte.

Die Frau mit dem anderen Schein fragte nach, wo wir unser Exemplar denn verloren hätten und faltete dabei ihren Grünen zusammen, um ihn zu verstauen. Komisch, denn nach der Auszahlung behält der Laden den Schrieb. Einen Blick auf das Papier verwerhrte sie uns auf Nachfrage. Höchst suspekt. Die Verkäuferin erkannte uns als Kunden wieder und bat die andere Frau um die - obligatorische - Herausgabe des Mwst.-Scheins.

Dieser offenbarte jetzt, dass er auf K. ausgestellt war, was mit einem Reisepass schnell erhärtet wurde. Die ertappte Dame entschloss sich jetzt, für die gut 25€, um die sie K. grade geprellt hatte, aufs ganze zu gehen. Kein Kleinbeigeben, keine Entschuldigung. Sie hätte eine Kollegin mit gleichem Namen, für die sie die Mwst. abhole. Im gleichen Haus. Aha. Meine Freundin wohnt derzeit aber alleine in ihrem Haus.

In einer aussichtslosen Situation, in der auch das böse Polizei-Wort fiel, verließ sie nach Rückgabe des Geldes polternd das Geschäft mit der Ankündigung, sie werde ihre Kollegin vorbeischicken. Der Rest der Kundschaft in dem kleinen Laden, die Verkäuferin und wir blieben mit offenen Mündern zurück.

Der Italiener auf der Hussenstraße hat uns auf den Schrecken einen Grappa geschenkt, molto gentile! - Die Moral: Dreist allein reicht nicht, völlig dumm darf man sich nicht anstellen.

The Quest For G

Okay, es ist Werbung. Aber wenn Kevin Garnett, Derek Jeter, Jimmie Johnson, Usain Bolt und sein Ego sowie Misty May-Treanor, Keri Walsh und Alicia Sacramone einen auf Ritter der Kokosnuss machen, geht das schon klar.

(Via Mundpropaganda.)

06.02.09

Heavy Metal Laundry Tips

Für alle, die sich immer wieder fragen, wie das alte Slayer-Shirt schön schwarz bleibt, hat Scott Maxwell eine kleine, höchst amüsante Anleitung geschrieben. Meine Lieblingsstelle: "AIR DRY ONLY. Dryers are false metal."

Kurzer Musikrundumschlag mit Bowie, Rhymes galore und Titus Andronicus

David Bowies "The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars" ist ein epochales Album, keine Frage. Deshalb taucht es immer wieder mal in leicht veränderter Form, jetzt hat ein gewisser DJ BC die Platte in Form von Remixen und Mashups kompiliert. Läuft grade durch, klingt interessant, ob die Einzelstücke schon bekannt sind entzieht sich meiner Kenntnis.

Unfassbar ergiebig ist die Rap History von The Rub. Schön gemixt gibt es jahreweise Rhymes galore auf die Ohren, von 1979 bis 1999. Da mir vor allem die Hip-Hop-Frühzeit fehlt, eine großartige Fundgrube - und superinteressant zu sehen, dass alles schon mal da gewesen ist. Wo die Beastie Boys ihre Samples und Zitate finden, wo Busta sich bedient und wo Saalschutz den Pool an der Wand gefunden haben. Und den ganzen Scheiß gibts zum Runterladen - the beat don't stop until the break of dawn!

Titus Andronicus, zum Schluss, klingen wie eine der intressanteren Gitarrenbands für 2009. Das Album wartet bei laut auf mich, aber die Myspace-Eindrücke der Buben aus New Jersey (Bon-Jovi-Land!) machen neugierig.

05.02.09

I Lego N.Y.

Auch wenn es jetzt jeder schon hatte, muss ich hier auch noch mal auf Christoph Niemanns "I Lego N.Y." aus der New York Times verweisen, weil es einfach großartig ist. Das beste, was ich 2009 im Netz gesehen habe.

(Via everybody.)

R.I.P. Lux Interior

Gestern ist der Sänger der Cramps, Lux Interior, im Alter von 60 Jahren in Glendale, Kalifornien, gestorben. Das Herz wars. Jetzt ist er "Surfin' Dead".

03.02.09

Schweizer Käse! Obama und die Personenfreizügigkeit

Die Personenfreizügigkeit bringt für EU-Ausländer in der Schweiz viele Erleichterungen, vornehmlich natürlich die, dass sie mittlerweile problemlos eine Arbeitsstelle hierzulande antreten können. Aber auch die Schweizer profitieren im Gegenzug von der Freizügigkeit innerhalb Europas. Die schweizerische Gesetzgebung sieht nun vor, dass am kommenden Sonntag erneut über die seit 2002 in Kraft befindlichen bilateralen Verträge volksabgestimmt wird, und eine erneute Zustimmung ist keinesfalls sicher. Während ich mir sicher bin, dass meine Bekannten mit "Ja" stimmen, sorgt eine breite Koalition von Parteijugenden mit der Aktion "Dabei bleiben" vor. Und bedient sich dabei eines viralen Kniffs aus der Obama-Kampagne. Da gab es ein Video, mit dem man einem Freund eine personalisierte Message schicken konnte: Denk dran zu wählen, sonst bist du vielleicht die eine Stimme, von der alles abhängt. - Die Schweizer bedienen sich des gleichen Tricks, fast noch aufwändiger als die Amerikaner.

Kurzer Musikrundumschlag mit Mastodon, Conor Oberst und There Is No Space For Us

Yay, was für ein Rundumschlag. Metal, Mimosen und Minimalatmosphärik. Mastodon bringen irgendwann in diesem Jahr ihr Album "Crack The Skye" raus, ihr "Blood Mountain" hatte mir 2006 ordentlich die Tolle geföhnt. Eine erste Nummer namens "Divinations" gibt es jetzt bei Myspace zu hören.

Conor Oberst bepackt die Regale der Team Love Library. Das Label des Bright-Eyes-Frontmannes bringt in Form einer Bibliothek ihren Backkatalog und Raritäten unter die Leute, kostenlos. Man muss sich einen Account einrichten und bekommt dann den virtuellen Ausweis überreicht, mit dem man die Alben, die monatlich wechseln sollen, ausleihen kann. Nur, dass man sie in der TLL nicht zurückbringen muss.

There Is No Space For Us wollen ihre Musik auch loswerden. Ihre drei Titel starke EP "The Sight Below" passt prima zu Spacenight - leicht abstrakt, etwas minimal, sehr sphärisch. Wie ein Raumanzug aus Ton. Hinter There Is No Space For Us steckt ein Produzent aus Seattle, die EP gibt es bei Ghostly International.

(Via 78s, White Tapes und word of mouth.)

Us Now

Den Film "Us Now" will ich auch noch sehen. Wie mir scheint, eine sehr interessante Doku darüber, was soziale Netzwerke und das, was wir auf der Arbeit immer social collaboration nennen, an der Art und Weise, in der wir organisiert sind, ändern können. Oder wie es auf der Homepage heißt:

New technologies and a closely related culture of collaboration present radical new models of social organisation. This project brings together leading practitioners and thinkers in this field and asks them to determine the opportunity for government.


(Via das hauseigene Amazee-Blog.)

Dälek - Gutter Tactics im Player

Wer Däleks "Gutter Tactics" vor dem Kauf hören möchte, kann das hier tun. Komplett in ganzer Länge. I like.

StartupCamp Switzerland #1

Auch wenn ich wahrscheinlich der letzte bin, der drüber schreibt: Samstag fand in Basel an der Fachhochschule Nordwestschweiz das erste StartupCamp für Schweizer Neuunternehmer und solche, die es noch werden möchten statt. Als Idee war das Camp bereits im letzten August beim Blogcamp hier in Zürich entstanden, organisiert wurde es in der Hauptsache von Dania Gerhardt, Patrick Liechti, Corsin Camichel und Ansgar Wollnik.

Um das Fazit vorwegzunehmen, das OK hat es super hinbekommen. Ich habe hinterher niemanden gehört, der gesagt hätte: Ein StartupCamp brauchts nicht. Wenn es Kritik gab, dann eher im konstruktiven Rahmen mit Hinweis auf das nächste Mal. Meine persönliche Kritik: Die Location war super (die Räume waren groß genug, das Netz hat funktioniert, es war geheizt!), das Atrium war zwar zum Socialisen gut geeignet, einige meinten aber, die Keynote von Suhas Gopinath hätte man auch woanders abhalten können, dann hätte man ihn auch besser verstanden. Und man hätte die Teilnehmer zumindest kurz nach ihren Themenwünschen fragen können.

Das Catering war für ein Camp sicher außerirdisch gut (okay, es gibt ja auch Foodcamps!), und, was ich am wichtigsten fand: Die Leute sind nicht nur zum konsumieren gekommen, sondern wollten auch vortragen. Und es entstand, als der Grid erstellt wurde, ein interessanter Themenmix, der von rechtlichen Fragen über Krisenbewältigungsvorträge bis hin zur Mikrobrauerei als Geschäftsmodell nichts zu wünschen übrig ließ.

Die Sessions, die ich gesehen habe, hatten durchaus den Standard, den man von einem Camp erwarten kann und sie waren auch fast alle gut besucht. Kein Problem stellte in meinen Augen auch die Einbindung von Sponsoren in die Vortragsreihe dar, übermäßig belästigt habe ich mich von Sun oder Swisscom jedenfalls nicht gefühlt.

Die Networking-Party abends in der Brauerei Unser Bier habe ich verpasst, soll aber auch gut gewesen sein. Gestern war dann hier im Büro die Meinung einhellig: Es schreit nach Wiederholung.

Eine Linksammlung mit Fotos und anderen Blogeinträgen zum Thema gibt es hier.

02.02.09

Food Tattoos FTW!


Beim Anblick des Food-Tattoos-flickr-Pools hat man gleich mehrere Male WTF-Momente. Böse guckendes Lauch aka Leek Walesa? Dr.Pepper-Flaschen als Rocker? Chicken wings als Engelsflügel? Kackende Muffins? WTF?
(Via Swissmiss, glaub ich, Foto von maeisgreat.)

01.02.09

Vergesst die Red Hot Chili Peppers

Nackte Tatsachen werden auch im Popbereich schnell ikonisch. Ob Madonna nackt als Anhalterin, Nick Oliveri rocking cock out am Bass oder die Red Hot Chili Peppers nur mit Socken bekleidet, diese Eindrücke brennen sich ein, ob man will oder nicht. Doch das alles wird in den Schatten gestellt vom inner sleeve der Single "I'm Throwing My Arms Around Paris" des Morrissey. Der Moz ist nicht nur älter als alle oben genannten Protagonisten, sondern steht auch noch für die Attraktion des heterosexuellen Mannes zu den sublimen Signalen der Homosexualität. Auch wenn die 78s-Redaktion frotzelt, Moz' bestes Stück könne ja nicht länger als 7" sein: mir gefällts. Oder wie Olli feststellt: ein must have!

Peta und der Sexismus

Peta ist mir leider nur als fanatische Tierschutzorganisation bekannt, die gerne auch mal über das Ziel hinausschießt. Vor einigen Jahren haben sie es mal mit einer den Holocaust verharmlosenden Anzeigenkampagne versucht, zum diesjährigen Superbowl wählen sie als aufmerksamkeitssteigernde Ingredienz für einen Spot den Sexismus. Meint zumindest die Bloggerin Jen N. in ihrem offenen Brief an Peta. Ich stimme zu und befinde, dass ich so ganz sicher kein Vegetarier werde. In diesem Sinne macht sich Peta sogar ganz direkt dem Tiermord schuldig. - Ich sehe gerade die deutsche Homepage von Peta an, auf der ganz verschmitzt für den Spot geworben wird mit den Worten: "Banned from the Superbowl: Zu sexy". Zu sexistisch passt es da schon eher, aber ganz offensichtlich versucht Peta den Spieß umzudrehen und statt des eigenen Versagens die Prüderie "der Amerikaner" verantwortlich zu machen. Nice try.

Trading Nothing - Die Kunst des Handels

Andrew Henderson lebt somewhere in the middle of England und ist dick im Tauschgeschäft. Er bezeichnet Tauschen als sein Hobby, hat aber ein Ziel: Er möchte nichts gegen ein Auto eintauschen. Bevorzugt einen Rolls Royce oder einen Bentley. Natürlich vollzieht sich der Tausch nicht in einem einzigen Schritt, sondern vielmehr in vielen kleinen. Der Handel läuft seit August 2006, und wenn man das Blog so liest, bekommt man den sympathischen Eindruck, dass es bei all dem nicht so sehr um das Ziel geht, sondern um den vielzitierten Weg. Irgendwie "typisch britisch".

The Importance Of Being Morrissey

Schon vor einigen Tagen hat das immer besser werdende 78s-Blog auf die Channel-4-Doku "The Importance Of Being Morrissey" hingewiesen. Sie stammt aus dem Jahr 2002 und war mir bis dato unbekannt. Moz wird in gut 50 Minuten eingehend portraitiert und die wichtigsten Themenfelder des Morrissey-Kosmos (Mozmos?) - Enthaltsamkeit, Vegetarismus, sexuelle Ambivalenz und seine diversen Fehden - zumindest gestreift. Er selbst nimmt wie immer kein Blatt vor den Mund, u.a. bekommen Tony Blair, David Bowie, Elton John und Smiths-Drummer Mike Joyce ihr Fett weg. - Und weil ich zulange gewartet habe und irgendwelche Vollidioten ihre Rechte einfordern, ist der erste Teil bei Youtube nicht mehr zu finden.