30.05.09

Off übers Wochenende

Merely Thinking macht Pause und fährt ins Höhentrainingslager. Hierhin.

28.05.09

Read!

Wingsuit Base Jumping

Ich glaube, ich liebe Extremsportarten so sehr, weil ich mich genau nichts davon selbst trauen würde. Wie zum Beispiel Wingsuit Base Jumping. Menschliche Flughörnchen, die im Fallen Grasbüschel von der Felskante reißen (okay, man hat das zuvor gesehen, aber diese Jungs hier sind wirklich extrem extrem).

27.05.09

Mashup- und Schnipselwahnsinn

Kurz, bevor das große Finale losgeht, noch zwei Goldstücke, natürlich ausgegraben aus der Schatztruhe Nerdcore. Das eine scheinbar schon alt, ich kannte es noch nicht. Ein aus Mary-Poppins-Zitaten zusammengeschnittener Elektro-Track. Dank Kinderstimme äußerst lieblich.


Das andere ist ein Wahnsinns-Mashup aus fünf Stücken. Immer, wenn ich denke, dieser Mashup-Mist ist endlich vorbei, kommt wieder einer und legt so ein Brett hin. Hier nagelt DJ Moule die Dire Straits, die Sex Pistols, Fat Boy Slim, Basement Jaxx und Simian zusammen. Wohl bekomms!

Read!

26.05.09

Mary Roach: 10 Things you didn't know about orgasm

Mary Roach ist laut ihrem Profil auf der TED-Seite "freelance writer and humorist turned accidental science journalist". Das beschreibt auch ihre Viertelstunde bei der TED-Konferenz im Februar ganz gut. Herrlich.

25.05.09

Silbermond und die Meinungsfreiheit


(© laut.de, Fotograf Peter Wafzig)

Okay, ob die sächsische Band Silbermond was mit der Pressefreiheit am Hut hat oder nicht, ist wohl eher nebensächlich für das größere Ganze. Dennoch regt der Vorfall vom letzten Freitag auf und zum nachdenken an. Hier kurz was geschehen ist und meine 2 Cents.

Peter Wafzig, seines Zeichens (hochtalentierter) Haus- und Hoffotograf von laut.de und Knipser für diverse andere Medien, besuchte vergangenen Freitag die Pressekonferenz der Bautzener Popband Silbermond und hatte auch für das abendliche Kölner Konzert einen Fotopass. Der hätte ihn berechtigt zum Fotografieren im Fotograben während des Konzertbeginns. Der Manager von Silbermond, jedoch, hatte seinen eigenen Kopf: Ulf Wenderlich verwies Peter kurzerhand von der PK und zog auch den Fotopass wieder ein. Unser Konzertfotogott kommentiert das Geschehen in seinem Blog wie folgt: Man "könnte […] meinen, dass ein Bandmanager etwas mehr Souveränität an den Tag legen sollte. […] Aber nein, er muss ja unbedingt Öl ins Feuer gießen und das Verbot mit der Qualität der Rezensionen begründen."

Nun ist Silbermond, denen Wikipedia übrigens ein "enges Verhältnis zu ihren Fans" nachsagt, in der Tat nicht sonderlich gut weggekommen bei laut.de (obwohl es auch Künstler gibt, die wesentlich schlechter abgefertigt werden). Andererseits weiß auch Wenderlich, wenn er sich auch nur ein bisschen im deutschen Musikbusiness auskennt, dass Silbermond eben ein Popprodukt für den Teeniemarkt darstellt. Und nicht das pop-olympische Genie, das laut.de-Redakteuren besonders gut reinläuft und zurecht abgefeiert wird wie beispielsweise Tocotronic, Interpol oder Jarvis Cocker. Von einer bewusst ungerechten Behandlung kann mit Sicherheit keine Rede sein, denn, soviel wage ich zu sagen nach fast sechs Jahren Arbeitserfahrung: Ungerechtfertigt bekommt niemand sein Fett weg bei laut.de. Okay, es sei denn man heißt Jeanette Biedermann oder DJ Ötzi. Und davon sind Silbermond weit entfernt.

Und natürlich ist es auch immer wieder schon passiert, dass man uns auf vergangene, als ungerechtfertigt schlecht empfundene Bewertungen angesprochen hat. Vom harmlosen Hinweis "Aber bitte nicht wieder verreißen!" bis hin zum nicht-mehr-schicken von Platten. Letzteres offenbart zwar schon ein einer großen deutschen Band unwürdiges, unprofessionelles Verhalten, Silbermonds Wenderlich macht allerdings ein ganz neues Fass auf. Weil er zum einen jemanden, der nicht mal zum schreibenden Teil des laut.de-Teams gehört, abstraft, zum anderen weil er in aller Öffentlichkeit eine Selektion vornimmt, in diejenigen, denen er wohlgesonnen ist, und die, mit denen er nicht zusammenarbeiten will. Das könnte – ob das sein Kalkül ist, kann man nur vermuten – natürlich auch als Zeichen an die anderen Medienvertreter gewertet werden. Seht, so ergeht es einem, der schlecht über uns schreibt. Und da wird es in Sachen Pressefreiheit problematisch.

Nun muss man nicht einen größeren Elefanten machen, als Wenderlich einer ist, schließlich geht es um eine zweitklassige Popband aus einer Stadt, die ein bekannteres Lebensmittel hervorgebracht hat als Silbermond. Dennoch überwiegt der Ärger über die zu Grunde liegende Erkenntnis. Leute aus dem Musikbusiness wie Wenderlich sehen die Musikjournaille offensichtlich nur als besseres Vehikel zur Promotion seines Produkts, nicht aber als Werter von Kulturgütern und Gatekeeper in Sachen guter Geschmack. Ob er einen Vergleich seines Produkts Silbermond fürchtet, oder warum er wirklich nicht mehr mit laut.de zusammenarbeiten möchte (was übrigens sehr schade wäre, hat Silbermond doch eines der komplettesten Artistportale bei laut.de), bleibt vorerst sein Geheimnis. Fest steht, dass er offensichtlich nicht verstanden hat, was der Beruf eines Musikjournalisten ist. Das kritische Hören, Bewerten und Beurteilen von Musik nämlich. Vielleicht ist er da ja auch ganz auf der Linie der Major Labels, da heißen diejenigen, die eine Platte an den Mann bringen müssen nämlich ganz trocken Produktmanager.

Abschließend bleibt festzustellen: Wenderlich hat seiner Band mit seinem unprofessionellen Verhalten einen Bärendienst erwiesen und wieder einmal gezeigt, wie schwer man es als Musikmagazin hat, das sich kritisch versucht, allen populären Musikrichtungen zu öffnen. Und was für ein undankbarer Job es ist. Vielleicht sollten wir doch nur noch Metal und Hip-Hop machen. Die rufen wenigstens selbst in der Redaktion an, wenn ihnen was nicht passt.

Edit: Die Sache macht natürlich schon die Runde, via Twitter und in diversen Seiten. Hoffen wir, dass das kein ausgewachsenes PR-Desaster wird.

20.05.09

Cardiff – ein Prosit


Der polnische Fotograf Maciej Dakowicz sucht offensichtlich nicht das Schöne im Menschen. Sonst wäre er per se wohl nicht nach Cardiff gefahren, dem Vernehmen nach eine äußerst hässliche britische Industriestadt und Hauptstadt von Wales. Dann aber auch noch das Nachtleben zu dokumentieren war im Nachhinein wohl doch ein großartiger Zug. Die Bilder sind wüst, zum Teil erschreckend – und doch menschelt es überall. Oder, wie es in der Daily Mail (wo ein Teil der Fotos zu sehen sind, alle gibt es hier) steht: "Maciej has travelled to over 20 countries but says he has never encountered anything like the scenes he recorded here."

Das Ganze erinnert mich an Inverness, die einzige britische Kleinstadt, in der ich mich mal ins Nachtleben gestürzt mal abends im McDonalds rumgehangen habe. Da sah es genau so aus. Not a pretty sight.

Monty Python und die walisische Kleinstadt

Manche Geschichten sind so bizarr, die kann man sich gar nicht ausdenken. Oder wie Bad Religion einst sangen: Sometimes truth is stranger than fiction. Die Kleinstadt Aberystwyth an der Westküste Wales hat damals, als Monty Pythons wohl bekanntester und kontroversester Film, "The Life Of Brian" erschien, beschlossen, ihn aus den lokalen Kinos zu verbannen. Bis 2009. Bis, ja bis ... aber seht selbst. Es ist zu köstlich! (Und nebenbei bemerkt, zeigt das mal wieder, was für großartige Arbeit die BBC in Großbritannien leistet.)





(Via Nerdcore.)

13.05.09

The Simpsons a capella

'Nuff said:

(Via Swissmiss.)

11.05.09

Der Lacher des Tages ...

... hier im Amazee-Lager in den Schweizer Berger war definitiv die Seite Awkward Family Photo.

10.05.09

Read!

Spielzeug – Wo Die wilden Kerle Wohnen

Wow. Diese Toys muss ich haben. Miss Cakehead kolportiert, dass der japanische Spielfigurenhersteller Medicom anlässlich der Spike-Jonze-Verfilmung von "Wo Die Wilden Kerle Wohnen" eine Reihe von Spielzeugen herstellt. Auf deren Seite habe ich es noch nicht gefunden, aber das Foto der Serie bei Miss Cakehead sieht super aus.

07.05.09

Devo – "Don't Shoot (I'm A Man)"

Ich habe den Zugang zu Devo bislang ja immer eher schwierig gefunden. Unerklärlicherweise. Ihre Faux/White Funk anleihen, die man z.B. auch bei James Chance findet, gehen mir bei letzterem erstaunlich besser rein (obwohl er mit Sicherheit der schwierigere Künstler ist). Und auch mit der Kantigkeit von Gang Of Four kann ich besser umgehen als mit der von Devo. Vielleicht sind es die Hüte. Wie dem auch sei, auf ihr erstes Studioalbum seit 1990 bin ich trotzdem gespannt, ihre neue Single "Don't Shoot (I'm A Man)" ist ja auch nicht sonderlich unzugänglich. Und das Video dazu ist äußerst nett gestaltet. Zweidimensionale Insektenautos fahren durch eine futuristische Stadtlandschaft!

(Via Nerdcore.)

06.05.09

Read!

05.05.09

Zukunftspläne

Warum, verdammt noch mal, gibt es dieses T-Shirt nur in Kindergröße?

04.05.09

Neues von "The Eternal"

Sonic Youth haben scheinbar eine Reihe von Auftritten bei der britischen Musiksendung Later With Jools Holland hinter sich. Davon überliefert sind folgende Mitschnitte der neuen Stücke "Sacred Trickster", "Antenna" (back to back) und "What We Know".





Als Zugabe gibts den Klassiker "Teen Age Riot":

03.05.09

Music Roundup

Und schon wieder Musik, kurz und knackig Empfehlungen für lange Mixe. Da wäre das auch von René hervorgehobene Set von Get Well Soon fürs Vice Magazine. Ich finde es eher durchschnittlich gut, wems gefällt bitte hier entlang.

Mein liebster Konstanzer DJ Pfeffer hat gleich zwei Mixe ins Netz gestellt, meiner Meinung nach beide sehr hörenswert, so unterschiedlich sie sein mögen. Zum einen wäre da ein fast sechsstündiger Monstermix (einen halben Gigabyte groß) von der letzten Sea Sight Tour, einer Veranstaltung in der Konstanzer Spiegelhalle der ich leider bislang noch nicht beiwohnen konnte. Er hat zusammen mit Li und Minner dort aufgelegt, das Set beginnt Minimal und wird dann housig. Weiter hab ich auch noch nicht gehört. Der zweite Hörbefehl ist eine Dreiviertelstunde kantiger Popchill unter dem Titel "Time To Run Between", anzuhören hier. Musik für verquollene Morgen.

Auch sehr schön: Der gut 70-minütige Mix "Disco Canaria" von WNDWLCKR, empfohlen von Die Magazin. Keine Ahnung, wer sich hinter dem Namen verbirgt. Was recht entspannt und bisweilen krude anfängt, haut im Lauf der Zeit ganz schön rein. Musik zum Wachwerden und Wachbleiben.

Und zu guter letzt (das wars dann mit den Mixes) hat das stets geschätzte 78s-Magazin einen Frühjahrs-Mix der Schweizer DJs Roundtable Knights. Nicht gerade cutting edge, aber nice.

Für die Stunde zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit sei dieser Mitschnitt eines Radiohead-Konzerts in São Paulo aus dem März an die Leserherzen gelegt. Nix besonderes für Radiohead-Standards, und dennoch so unglaublich gut. Auch via 78s.

KCRW, das vom Kollegen Luci hoch geschätzte Community-/College-Radio aus Santa Monica, lässt scheinbar regelmäßig Henry Rollins an Mikrofon und Regler. In der vorliegenden Sendung benimmt er sich mitunter zwar ein wenig arg prollig und marktschreierisch (und das mit dem Sonic Jihad muss auch nicht sein), aber weil er sonst ein Guter ist und das Thema der zweistündigen Sendung wirklich spannend ist, sei der Podcast hier empfohlen. Es geht um den frühen Postpunk, wie er im Buche steht. Simon Reynolds hat wohl das Buch über die verwirrte Ära nach Punk von 1978 bis 1984 geschrieben. Ich habe das Werk mit großem Interesse verschlungen, Henry Rollins spielt in diesen zwei Stunden die Musik dazu. Von The Fall über Cabaret Voltaire bis hin zu so obskurem Zeug wie Swell Maps ist alles dabei. Topp!

Und wer nicht weiß, was er zwischen dem Tatort und Schlafen gehen heute Abend machen soll, dem sei (ungehört) die neue Sendung "Savage Music" um 23 Uhr auf Byte.fm ans Herz gelegt. Die wird nämlich von niemand geringerem als Jon Savage geschmissen. Der Musikchecker hat sich mit "England's Dreaming", dem Standardwerk über britischen Punk im Allgemeinen und die Sex Pistols im Speziellen, ein Denkmal gesetzt und wird ab jetzt immer Sonntags um 23 Uhr in die Regler greifen. Die Themen seiner ersten Sendungen: "Dream Within a Dream", "Punk London", "Cali Punk", "Meridian 1970", "Teenage 1-5" und "Queer Noises".

01.05.09

Honda verdunkelt Vimeo

Von Olli kommt dieses schöne Werbevideo. Ob es okay ist, quasi Werbung zu posten? Seinerzeit habe ich ja auch über die farbenfrohe Bravia-Werbung gebloggt, außerdem geht es hier um Hybrid-Autos. Schwer korrekt also, das alles. Und wenn man sich das Video auf Vimeo direkt ansieht, bekommt man noch geile Effekte dazu. Ich hoffe, die schönste Videoplattform der Welt hat gut daran verdient.

Music Roundup

Ein paar Empfehlungen des Hauses, mal wieder. Heute fast vollständig vom Stylespion geklaut. Der weist nämlich auf zwei durchaus interessante Acts hin, deren Namen mir sehr wohl schon mal über den Weg gelaufen sind, die ich aber bis dato geflissentlich und völlig zu Unrecht ignoriert habe. Zum einen St. Vincent. Hinter diesem Pseudonym versteckt sich Annie Clark, die auch schon mit The Polyphonic Spree oder dem von mir hoch geschätzten Sufjan Stevens unterwegs war. Ihr Album "Actor" erscheint angeblich heute (naja) über eines meiner Lieblings-Label 4AD, der Sound gehört sicher zu den interessanteren in diesem Jahr. Starke Drums, schöne Störgeräusche und betörender Gesang gehen bei "Actor Out Of Work" sehr gut zusammen.



Abe Vigodas Musik geht in eine ganz ähnliche Richtung. Pathos-infiltriert, ohne pathetisch zu sein, und auch hier fehlt nicht die nötige Portion Kantigkeit. Es klingt ein wenig wie sehr ungewaschene Editors, die sich auf eine Nu-Rave-Party verirrt haben, die von der Broken Social Scene gecrasht wurde.



The Twelves sind wohl eher Geschmackssache. Ich bin vor ein paar Wochen auf sie aufmerksam geworden und mag ihre Remixe sehr gerne, weil sie extrem poppig und tanzbar sind. Ich könnte mir vorstellen, dass die abgehen, wenn sie mal ein eigenes Album zu Stande bringen (siehe Justice). Und wer Radiohead geil remixt, darf sich auch an einem der größten Popschmonzetten der Achtziger vergreifen: A-has "Take On Me".

Und zum Schluss noch einen ganz großartigen Remix von Phoenix' "1901". Gnihihi.



Wem das alles zu wenig theoretisch war, dem empfehle ich als Überbau den Popdiskurs-Roundtable der De:Bug.

Eclectic Method - Tarantino Mixtape

Eclectic Method hatte ich vor ein paar Wochen schon einmal. Die hervorragenden Masher, Remixer und Up-Cutter von Bild und Ton haben sich diesmal an den essentials von Tarantino vergriffen. Mit dabei: Reservoir Dogs, Pulp Fiction, Jackie Brown, Kill Bill I & II und Death Proof. Mindestens. Meine Lieblingsszene: Pumpkin und Honeybunny bei Minute Fünf.

(Via Stylespion.)

Stickers, anyone?

Werbung! Der Martin von Colourcritique hat einen STCKR-Shop eröffnet. Ich sage zwar mit TNT Jackson: Leaving out vowels is so 2000, finde den Laden aber natürlich super. Befindet sich sicher noch im Aufbau und soll wohl auch Tauschbörse werden, wenn ich das richtig verstanden habe. Haftpapier aus Leidenschaft!