30.07.09

Mick Jones eröffnet die Rock'n'Roll Public Library


Woohoo! Ich plane gerade einen Last-Minute-Trip zur Banksy-Ausstellung in Bristol und muss dann wohl noch kurz in London vorbei. Mick Jones, Punkrock-Legende und musikalischer Unruheständler, hat mit Sammlergegenständen, die er selbst zusammengetragen hat, eine Rock'n'Roll Public Library eröffnet. Bis 25. August ist sie von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr geöffnet, mitten in Notting Hill in der Acklam Rd. London Calling! Ich bin sowas von dabei.
(Via BoingBoing & ByteFM, Foto von Singlespeed2008.)

Gstaad

Fünf Tage im Berner Oberland mit der Amazee-Crew. Wesentlich produktiver, als es hier aussieht.







28.07.09

Mehr als Brot und Butter

Da hatte ich es neulich erst von gescannten Sandwiches, und schon taucht hier wieder Brot-und-Butter-Content auf. Insanewiches legt nicht so sehr wert auf die Ästhetik, hier gehts möglichst derbe zu. Einer meiner Favoriten: The Ass-Backwards Ham Sandwich. En guete!

25.07.09

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24.07.09

Das Schweizer Fernsehen über den Profifussball

Daniel hat mich auf diese herrliche Reportage des Schweizer Fernsehens über den Fussball als "Showgeschäft In Der Krise" hingewiesen. In der Sendung aus dem Mai 1971 geht es um verschuldete Clubs, überbezahlte Spieler und neue Wege in der Finanzierung von Klubs. Interessantes am Rande: Schweizer Fußballer mussten damals noch einen Nebenjob ausüben, der ihnen das Existenzminimum sichert; und der übelste Auswuchs des Profifußballs ist der Spielertransfer. Ebenfalls interessant, dass damals schon vom Spieler als Ware und von "Spielermaterial" gesprochen wird. Absurde und irgendwie auch innovative Beispiele: Friedhelm "Timo" Konietzka, der von einem Mäzen gekauft wurde und dem FC Winterthur ausgeliehen wurde; der FC Zürich experimentiert derweil mit der AG, an der sich der Fan beteiligen kann; der FC Luzern bezahlt Spieler nach Zuschaueraufkommen. Und ich weiß nicht, was abgefahrener ist: die Musikunterlegung oder die Blümchentrikots des FC Luzern bei 7:15.

23.07.09

Luke Jackson – Goodbye London

Luke Jackson, der als Musiker jetzt wohl nicht so irrsinnig interessant ist, hat zu seinem "Goodbye London" ein feines Video produzieren lassen, in dem er und eine Reihe weiterer Protagonisten als Street-Art-Objekte lebendig werden. Sehr schön!

(Via Laughing Squid.)

21.07.09

Spannende Einblicke in die iranische Protestszene

Die englische Ausgabe von Al Jazeera hat in seiner Sendung "People & Power" eine wirklich sehr spannende, mitunter erschreckende und aufhellende gut 24-minütige Doku-Reportage der französischen Journalistin Manon Loizeau ausgestrahlt. Man kann den Mut und die Verzweiflung und die Angst förmlich greifen. Ein must see.

(Via Free Iran Now.)

20.07.09

"Strawberry Swings" – Coldplay frisst Kreide

"Strawberry Swings" von Coldplays letztem Album "Viva La Vida" an sich ist zwar ganz nett, aber doch weitgehend harmlos. Das Video dagegen hat es in sich. Die Schmiede Shynola, die bereits eine ganze Reihe herausragender Musik-Clips produziert hat (u.a. Queens Of The Stone Ages "Go With The Flow" oder Junior/Seniors "Move Your Feet") bereitet "Strawberry Swings" eine wunderbare Kreide-Unterlage, in der ein Superman riesige Eichhörnchen bekämpft (irgendwie haben sie es bei Shynola wohl mit evil Hörnchen) um seine Kreidemarie zu befreien. Aber seht selbst.
(Via Twitter.)

19.07.09

Creative Morning in Zürich

Ich habe am Freitag schon an anderer Stelle darüber geschrieben. Hier die Quasi-Übersetzung: Vergangenen Freitag hat Tina Roth Eisenberg, im Netz wohl besser bekannt als Swissmiss, Kreative aus Zürich und Umgebung zum ersten Schweizer Creative Morning eingeladen. Normalerweise veranstaltet Tina diese Treffen in ihrer Wahlheimat New York, dort sind sie scheinbar der Renner – mit einem denkbar einfachen Prinzip: Ein Präsentator hält eine Keynote und dann gehts im nachfragemäßig an den Kragen. Drumrum netzwerken natürlich alle the hell out of it. Obwohl Tina dann bei der Begrüßung gesagt hatte, dass sie sich nicht sicher war, ob überhaupt jemand kommen würde, wars natürlich gerammelt voll. Gastgeber waren die Freitag-Brüder, in der wirklich sehr coolen Conf-Ecke ihrer Taschen-Fabrik präsentierte Daniel die Firmenphilosophie und sprach über den Cradle-to-Cradle-Ansatz sowie die Anfänge von Freitag. Sehr sympathischer Typ, nebenbei bemerkt, und auch Freitag sieht wie eine Firma aus, bei der man gerne arbeitet. Ich habe den ein oder anderen Bekannten wiedergesehen und einige Neue kennengelernt. Die Zürcher Szene scheint durchaus interessant zu sein. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass es der letzte Creative Morning am Limmat war.





Scanwiches

Ich habe eine neue Liebingsseite: Scanwiches macht genau das, wonach der Name klingt – Bilder von gescannten Sandwiches sammeln. Scheinbar alle von Sandwich-Machern aus New York. Yum!

16.07.09

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Mondlandung live

Für alle Spätgeborenen und Daheimgebliebenen: Bei We Choose The Moon kann man zum Vierzigjährigen die Apollo-11-Mission noch einmal miterleben. In realtime. In etwas mehr als 15 Minuten ist Lift-Off.

15.07.09

Detektivische Arbeit 2.0


Dan Piraro, via Laughing Squid.

Us Now - Der Film

In unserem Geschäftsblog wurde er ja schon mal kurz angeteasert und ich hatte auch schon mal kurz drüber geschrieben, jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen, "Us Now" am Stück durchzusehen. In dem gut einstündigen Film geht es um die Teilhabe des Bürgers an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen, die über das Internet zunehmend gemeinschaftlich getroffen werden können. "Us Now" kulminiert in der Frage: "Can we all govern?" Ob wir uns in Zukunft selbst regieren und verwalten werden, darauf gibt auch diese Doku keine Antwort, aber die Macher Ivo Gormley und Hugh Hartford zeichnen ein optimistisches Bild.

Die Macht der "collaborative power" wird in den nächsten Jahren sicher noch steigen, wenn eine kritische Masse an Teilhabenden diese Macht erkennt. Zur Zeit drückt sich eben diese gemeinschaftliche Stärke eher in Elternforen, im basisdemokratisch betriebenen Fußballclub oder beim Couchsurfen aus. Clay Shirky und die vielen anderen, die in "Us Now" zu Worte kommen, sind sich sicher: Da geht noch einiges!

14.07.09

Air New Zealand – Flight Instructions, stark reduziert

So kann man auch für Aufmerksamkeit sorgen: Die Flight Instructions werden in diesem Film der Air New Zealand nicht nur freundlich, sachlich ruhig und charmant rübergebracht, das Kabinen-Personal ist obendrein noch nackt. Die Uniformen sind lediglich aufgemalt. Und das beste: Es ist absolut safe for work!

(Via Laughing Squid.)

12.07.09

Andy Freebergs Museumswächter


Fotograf Andy Freeberg hat auf seiner Seite eine bezaubernde Reihe von Fotografien von Museumswächterinnen aus Russland veröffentlicht. Manchmal wirken die Frauen selbst fast wie absurde, archaische Kunstwerke.

10.07.09

JIm Horwats Big Lebowski-Zusammenfassung

Jim Horwat hat in einer einzigen Zeichnung die Geschichte vom Teppich, der das Zimmer erst richtig gemütlich gemacht hat, zusammengefasst. Da ist alles Wichtige dabei, würd ich sagen. Als großer Lebowski-Fan ist das Ding natürlich längst bestellt. Und bitte auch in extralarge ansehen.

09.07.09

Leffe P – Alla Vill Ha Öl Men Ingen Vill Dö

Ich habe ja zugegebenermaßen eine Schwäche für schwedischen Indiepop. Entweder die ernste und mitunter traurige Sorte wie die herrlichen The Book Of Daniel, die Singer-Songwriter wie Björn Kleinhenz, die himmelhochjauchzend-zutodebetrübten wie David & The Citizens, oder die shiny happy people wie I'm From Barcelona. In letztere Schublade fallen auch Leffe P aus der Nähe von Uppsala. Singen ein wunderbares Lied, ich weiß nicht, worüber, über das Trinken vielleicht? Das können sie nämlich auch, die Schweden. Übers Trinken singen und das Gesungene gleich in die Tat umsetzen. Siehe Friska Viljor. Der Songtitel von Leffe P ist auf jeden Fall jetzt schon jahresbestverdächtig. "Alla Vill Ha Öl Men Ingen Vill Dö" übersetzt Fiket mit "Alle wollen Bier aber keiner will sterben" (was ich mit meinen rudimentären Schwedischkenntnissen verifizieren kann). Passend, dass Leffe auch ein beglisches Starkbier ist. Denn das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist.

(Via Toco.)

08.07.09

Thriller – Die Anleitung

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07.07.09

dan le sac vs. Scroobius Pip – Thou Shalt Always Kill


Wäre diese Nummer nicht schon uralt, hätte sie in der Tat das Zeug, mein Song des Jahres zu werden. Das britische Hip-Hop-Duo dan le sac vs. Scroobius Pip hat "Thou Shalt Always Kill" aber schon 2007 aufgenommen. Trotzdem, immer noch herrlich: The Streets Rumpelstyle trifft Art Brut. Scroobius Pip sprechsingt seine eigenen 35 Gebote, die auch so grundlegende Vorgaben wie "Thou shalt not read NME" oder "Thou shalt remember that guns, bitches and bling were never part of the four elements and never will be" beinhalten. Hier die Lyrics dazu, hier noch die 2009er-Version, von De La Soul überarbeitet. Oh, doch ein Song des Jahres!

(Via Torsun.)


(Via Popnutten.)

05.07.09

Das Wochenende in Bildern

















Die komplette Foto-Lovestory gibts hier.

03.07.09

Awaydays im Kino


Laut Endi ist "Awaydays" von Kevin Sampson eines der besseren Bücher über Hooliganismus, mit dem Autoren and den Reglern ist es jetzt verfilmt worden. In Großbritannien läuft der Streifen scheinbar schon seit Mai, J., die mich darauf hingewiesen hat, hat ihn wohl auch schon gesehen – und wusste nichts Schlechtes darüber zu sagen. In einer etwas längeren Besprechung kommt eine der Stärken des Films zum Ausdruck: Es geht nicht nur um Kloppereien zwischen Halbstarken und Lads, sondern auch um Musik und Mode (Hell, auf der Filmhomepage gibt es Kurz-Essays über Kleidung und Sound!). Da "Awaydays" in der goldenen Post-Punk-Ära Ende der Siebziger Jahre spielt, könnte das in der Tat genau mein Ding sein. Ben Sherman und Adidas, und auf dem Soundtrack dazu Cabaret Voltaire, Magazine, The Cure, Joy Division, Wire, Gang Of Four und weitere. Hier der Trailer und die ausführliche Besprechung.



Kneipenschlägerei am Blutigen Sonntag

Ein bisschen geschmeidige Aggro am Morgen: Knut Und Die Herbe Frau – Blutiger Sonntag. Passabel nettes Lied, schönes Video mit Kneipenschlägerei der besonderen Art. Von ihr würde ich auch gerne die Nummer haben.

(Via Tomarcte & Johnny Kasalla.)

02.07.09

Read!

Björn Kleinhenz – Soli-Album für einen Hasen


Björn Kleinhenz, Singer/Songwriter par excellence aus Schweden, lebt in einer WG mit seiner Freundin und dem Hasen Humle auf der Insel Fårö (direkt neben Götland). Dort arbeitet er an der Fertigstellung seines Albums "Burma", das im Herbst erscheinen soll. Seinem Karnickel zu Liebe gibt er jetzt schon das Album "Head Held High On Fearsome Pride" heraus: 13 Songs und aufwändiges Artwork für weniger als 4 Euro, alles digital only. Der Erlös kommt Humle zu Gute, der eine Kieferoperation benötigt. Wer auf melancholische Musik mit Stimme und Akustikgitarre steht, kann hier getrost spenden.
(Via 78s, Foto von medejavecu, Einverständnis vorausgesetzt.)

[Update] Habe mit Björn gemailt, er schreibt: "Humle is doing much better. He got something stuck in his gum and couln't eat which upset his stomache alot. He's almost fully recovered and we're just enjoying a late breakfast together. me on the veranda with coffee and him in the garden with his usual vegan diet!" Was natürlich nicht heisst, dass man sich das Album nicht auch so zulegen sollte!

01.07.09

Punkrock Panorama

Ich bin schon der Punkrocker bei laut.de, irgendwie. Und dann auch wieder nicht. Nachdem ich mich ja schon über NoFX auslassen durfte, folgten stante pede die deutschen Poppunker Aggro-Popper The Bottrops mit einem überraschend guten zweiten Album und ein eher durchschnittliches xtes Album der Cali-Punk-Legende Rancid. Weiterhin hab ich die auf dem richtigen Pfad befindlichen Alexisonfire besprochen und ein weiteres eher durchschnittliches Album der Polit-Punks Anti-Flag nebst komparatistischer Abhandlung über Patriotismus und Punkrock in den USA und in Deutschland.

Ganz unpunkrockig tönen dagegen die beiden Alben der Brüder im Geiste Conor Oberst (sehr erwachsen!) und Tim Kasher mit seinen Cursive (immer noch komplexbelastet). Ebenso wenig mit drei Akkorden haben die thüringischen Disco-Helden Captain Capa (die mir Pfeffi schulden) sowie die Shoegazergruppe Ikaria zu tun. Dennoch, jede Platte ist auf ihre Art schön, irgendwie. Nicht schön, sondern ein Monster von einer Platte des Jahres ist "Travels With Myself And Another" von mclusky-Nachfolgeband Future Of The Left. Man kann sich gar nicht so oft überschlagen, wie diese Platte geil ist.

The Gaslight Anthem + Bruce Springsteen = Win

Auch das ist schon gesagt worden: Ich liebe The Gaslight Anthem. Die Buben aus Jersey verbinden Punkrock mit dem Soul und den hochgekrempelten Ärmeln und der Blue-Collar-Tristesse von Bruce Springsteen und könnten tatsächlich einmal seine rechtmäßigen Erben werden. Ihre beiden ersten Alben finden allerdings und völlig unverständlicherweise nicht überall in meinem Freundeskreis Anklang. Bei mir passt natürlich auch ins Bild, dass ich gerade den jungen Bruce für mich entdecke.

Gerade deswegen muss ich auf den Auftritt beim diesjährigen Glastonbury hinweisen. Da standen sie nämlich mit dem Boss persönlich auf der Bühne und spielten ihren Hit "The '59 Sound". Mann, Sänger Brian Fallon muss sich doch in die Hosen geschissen haben, sein Gesicht zehn Zentimeter von dem seines Helden entfernt. Wow. (Die BBC hat auch ein Video davon, das kann man in der Schweiz leider nicht sehen. Ist es gut?)

Reznor at his best


Ich habe es auf verschiedenen Kanälen schon erwähnt, ich verehre laut.des Haus-und-Hoffotografen Peter Wafzig. Längst knipst er nicht mehr nur für laut.de, schon lange macht er nicht mehr nur Konzertfotos. Aber er hat immer wieder Schnappschüsse (denn das sind sie ja wirklich) dabei, die mir die Kinnlade lockern. Wie z.B. dieses Foto von Trent Reznor, das den Nine-Inch-Nails-Fronter imho dermaßen authentisch abbildet, besser gehts nicht. Oder wie wir dann bei laut zu sagen pflegen: All hail the Wafzig. (Bei flickr gibts ein ganzes Set vom Konzert.)

Das Rave-Archiv

Rave culture, anyone? Simon weist auf die Initiative des Berliner Archivs der Jugendkulturen hin, das im 20. Jahr der Loveparade sein Archiv zur Rave-Subkultur ausbauen möchte:

Ziel des Archivs ist es, eine wissenschaftliche Grundlage zur Erforschung der Rave-und-Clubszene zu bieten und eine Anlauf- und Informationsstelle für ForscherInnen, JournalistInnen, MusikerInnen, Fans und andere Interessierte darzustellen. […] Die Sammlung enthält bereits über 3.000 Szene-Zeitschriften und Fanzines (z. B. Partysan, Frontpage, De:bug, Groove, Raveline, etc.), Tausende Artikel aus Zeitschriften, Zeitungen und anderen Printmedien, wissenschaftliche Arbeiten, Bücher und mehrere tausend Flyer, Poster und andere Objekte aus der Szene.

Folgende Prioritäten hat sich das Archiv für 2009 gesetzt: Das Medienarchiv und die Literatursammlung sollen erweitert und ein "repräsentatives Tonträgerarchivs" aufgebaut sowie der Bekanntheitsgrad erhöht werden. Wer also etwas beizutragen hat, sollte sich in der Fidicinstraße melden.

(Passend dazu läuft hier übrigens grade der Fact Mix 61 von Woebot, sehr geschmeidige Breakbeats.)