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12.08.09

Dig! (Read! heißt jetzt Dig!)

Begeisterung!

Während mehr und mehr Details über die neueste und heißeste aller Rock-Supergroups Them Crooked Vultures (Josh Homme! Dave Grohl! John Paul Jones!) ans Tageslicht kommen, steigt auch im laut-internen Nerdzirkel die Spannung. Doch wenig von dem, was wir bis jetzt wissen, sagt so viel aus wie diese 14 Sekunden Video-Teaser. Das könnte in der Tat fooking brilliant werden.

23.07.09

Luke Jackson – Goodbye London

Luke Jackson, der als Musiker jetzt wohl nicht so irrsinnig interessant ist, hat zu seinem "Goodbye London" ein feines Video produzieren lassen, in dem er und eine Reihe weiterer Protagonisten als Street-Art-Objekte lebendig werden. Sehr schön!

(Via Laughing Squid.)

20.07.09

"Strawberry Swings" – Coldplay frisst Kreide

"Strawberry Swings" von Coldplays letztem Album "Viva La Vida" an sich ist zwar ganz nett, aber doch weitgehend harmlos. Das Video dagegen hat es in sich. Die Schmiede Shynola, die bereits eine ganze Reihe herausragender Musik-Clips produziert hat (u.a. Queens Of The Stone Ages "Go With The Flow" oder Junior/Seniors "Move Your Feet") bereitet "Strawberry Swings" eine wunderbare Kreide-Unterlage, in der ein Superman riesige Eichhörnchen bekämpft (irgendwie haben sie es bei Shynola wohl mit evil Hörnchen) um seine Kreidemarie zu befreien. Aber seht selbst.
(Via Twitter.)

09.07.09

Leffe P – Alla Vill Ha Öl Men Ingen Vill Dö

Ich habe ja zugegebenermaßen eine Schwäche für schwedischen Indiepop. Entweder die ernste und mitunter traurige Sorte wie die herrlichen The Book Of Daniel, die Singer-Songwriter wie Björn Kleinhenz, die himmelhochjauchzend-zutodebetrübten wie David & The Citizens, oder die shiny happy people wie I'm From Barcelona. In letztere Schublade fallen auch Leffe P aus der Nähe von Uppsala. Singen ein wunderbares Lied, ich weiß nicht, worüber, über das Trinken vielleicht? Das können sie nämlich auch, die Schweden. Übers Trinken singen und das Gesungene gleich in die Tat umsetzen. Siehe Friska Viljor. Der Songtitel von Leffe P ist auf jeden Fall jetzt schon jahresbestverdächtig. "Alla Vill Ha Öl Men Ingen Vill Dö" übersetzt Fiket mit "Alle wollen Bier aber keiner will sterben" (was ich mit meinen rudimentären Schwedischkenntnissen verifizieren kann). Passend, dass Leffe auch ein beglisches Starkbier ist. Denn das schlimmste ist, wenn das Bier alle ist.

(Via Toco.)

07.07.09

dan le sac vs. Scroobius Pip – Thou Shalt Always Kill


Wäre diese Nummer nicht schon uralt, hätte sie in der Tat das Zeug, mein Song des Jahres zu werden. Das britische Hip-Hop-Duo dan le sac vs. Scroobius Pip hat "Thou Shalt Always Kill" aber schon 2007 aufgenommen. Trotzdem, immer noch herrlich: The Streets Rumpelstyle trifft Art Brut. Scroobius Pip sprechsingt seine eigenen 35 Gebote, die auch so grundlegende Vorgaben wie "Thou shalt not read NME" oder "Thou shalt remember that guns, bitches and bling were never part of the four elements and never will be" beinhalten. Hier die Lyrics dazu, hier noch die 2009er-Version, von De La Soul überarbeitet. Oh, doch ein Song des Jahres!

(Via Torsun.)

03.07.09

Kneipenschlägerei am Blutigen Sonntag

Ein bisschen geschmeidige Aggro am Morgen: Knut Und Die Herbe Frau – Blutiger Sonntag. Passabel nettes Lied, schönes Video mit Kneipenschlägerei der besonderen Art. Von ihr würde ich auch gerne die Nummer haben.

(Via Tomarcte & Johnny Kasalla.)

02.07.09

Björn Kleinhenz – Soli-Album für einen Hasen


Björn Kleinhenz, Singer/Songwriter par excellence aus Schweden, lebt in einer WG mit seiner Freundin und dem Hasen Humle auf der Insel Fårö (direkt neben Götland). Dort arbeitet er an der Fertigstellung seines Albums "Burma", das im Herbst erscheinen soll. Seinem Karnickel zu Liebe gibt er jetzt schon das Album "Head Held High On Fearsome Pride" heraus: 13 Songs und aufwändiges Artwork für weniger als 4 Euro, alles digital only. Der Erlös kommt Humle zu Gute, der eine Kieferoperation benötigt. Wer auf melancholische Musik mit Stimme und Akustikgitarre steht, kann hier getrost spenden.
(Via 78s, Foto von medejavecu, Einverständnis vorausgesetzt.)

[Update] Habe mit Björn gemailt, er schreibt: "Humle is doing much better. He got something stuck in his gum and couln't eat which upset his stomache alot. He's almost fully recovered and we're just enjoying a late breakfast together. me on the veranda with coffee and him in the garden with his usual vegan diet!" Was natürlich nicht heisst, dass man sich das Album nicht auch so zulegen sollte!

01.07.09

Punkrock Panorama

Ich bin schon der Punkrocker bei laut.de, irgendwie. Und dann auch wieder nicht. Nachdem ich mich ja schon über NoFX auslassen durfte, folgten stante pede die deutschen Poppunker Aggro-Popper The Bottrops mit einem überraschend guten zweiten Album und ein eher durchschnittliches xtes Album der Cali-Punk-Legende Rancid. Weiterhin hab ich die auf dem richtigen Pfad befindlichen Alexisonfire besprochen und ein weiteres eher durchschnittliches Album der Polit-Punks Anti-Flag nebst komparatistischer Abhandlung über Patriotismus und Punkrock in den USA und in Deutschland.

Ganz unpunkrockig tönen dagegen die beiden Alben der Brüder im Geiste Conor Oberst (sehr erwachsen!) und Tim Kasher mit seinen Cursive (immer noch komplexbelastet). Ebenso wenig mit drei Akkorden haben die thüringischen Disco-Helden Captain Capa (die mir Pfeffi schulden) sowie die Shoegazergruppe Ikaria zu tun. Dennoch, jede Platte ist auf ihre Art schön, irgendwie. Nicht schön, sondern ein Monster von einer Platte des Jahres ist "Travels With Myself And Another" von mclusky-Nachfolgeband Future Of The Left. Man kann sich gar nicht so oft überschlagen, wie diese Platte geil ist.

The Gaslight Anthem + Bruce Springsteen = Win

Auch das ist schon gesagt worden: Ich liebe The Gaslight Anthem. Die Buben aus Jersey verbinden Punkrock mit dem Soul und den hochgekrempelten Ärmeln und der Blue-Collar-Tristesse von Bruce Springsteen und könnten tatsächlich einmal seine rechtmäßigen Erben werden. Ihre beiden ersten Alben finden allerdings und völlig unverständlicherweise nicht überall in meinem Freundeskreis Anklang. Bei mir passt natürlich auch ins Bild, dass ich gerade den jungen Bruce für mich entdecke.

Gerade deswegen muss ich auf den Auftritt beim diesjährigen Glastonbury hinweisen. Da standen sie nämlich mit dem Boss persönlich auf der Bühne und spielten ihren Hit "The '59 Sound". Mann, Sänger Brian Fallon muss sich doch in die Hosen geschissen haben, sein Gesicht zehn Zentimeter von dem seines Helden entfernt. Wow. (Die BBC hat auch ein Video davon, das kann man in der Schweiz leider nicht sehen. Ist es gut?)

Reznor at his best


Ich habe es auf verschiedenen Kanälen schon erwähnt, ich verehre laut.des Haus-und-Hoffotografen Peter Wafzig. Längst knipst er nicht mehr nur für laut.de, schon lange macht er nicht mehr nur Konzertfotos. Aber er hat immer wieder Schnappschüsse (denn das sind sie ja wirklich) dabei, die mir die Kinnlade lockern. Wie z.B. dieses Foto von Trent Reznor, das den Nine-Inch-Nails-Fronter imho dermaßen authentisch abbildet, besser gehts nicht. Oder wie wir dann bei laut zu sagen pflegen: All hail the Wafzig. (Bei flickr gibts ein ganzes Set vom Konzert.)

28.06.09

MJ Nachschlag

Viel ist geschrieben worden über den wohl weltbewegendsten Tod seit Elvis in den letzten Tagen und sicher auch viel zu viel. Viel Unpassendes, viel Hahnebüchenes, viele Liebeserklärungen, viele Erklärungsversuche. Um die Akte Michael Jackson hier zumindest fürs Erste zu schließen, sei noch auf die beiden interessanten Artikel des k-punk hingewiesen, der sich MJ u.a. über Greil Marcus nähert. Und auf die Sammlungen von Coverversionen bei 78s und Cover Lay Down. Ich füge der Vollständigkeit halber noch die beiden (in Deutschland) wohl bekanntesten Coverversionen hinzu, auch wenn sie sicher jeder kennt. Ich mochte sie damals halt, ich Kind der Neunziger.


26.06.09

Der Versuch eines Nachrufs


In der vergangenen Nacht ist Michael Jackson gestorben. Ich bin kein ausgesprochener Fan, in Gesprächen mit Kollegen über den King Of Pop ging es eher darum, den Zeitpunkt festzulegen, ab dem es bergab mit seinem Œuvre ging. Was der größte Song war. Technikalitäten eben, keine Fandiskussion mit Leidenschaft. Und doch haben wir alle die Größe seiner Musik (in den Achtziger Jahren) geschätzt. Denn Michael Jackson ist eben mehr als ein Künstler, von dem man Fan ist oder nicht. Jacko ist allgemeines Kulturgut, Ikone, eben der King Of Pop, als der er sich selbst auch so gerne sah.

Doch er war auch ein Mensch, der über die Fallstricke des Lebens gestolpert ist. Von frühem Kindesalter zum Superstardom verurteilt, mit einem überliefert rigiden Vater, der die Jackson Five zum Erfolg knutete. Der kleine, schwarze Junge mit der Engelsstimme, der Soul und Pop innewohnt, dem eine Weltkarriere ohne gleichen vorbestimmt ist. Der irgendwann, wie so viele andere auch, an diesem Megastar-Dasein zerbrechen muss. Vorwürfe hat es genug gegeben, wieviel Substanz sie jeweils besaßen, werden wir vermutlich nie erfahren. Was war mit den Kindern, mit denen er sich umgab? War er ein unverantwortlicher Vater, der seinen Sohn wie ein Spielzeug aus dem Fenster hob? War er ein Freak, der einen Affen als Haustier hielt? War er krank? Was hatte es mit der Verfärbung seiner Haut auf sich?

De mortuis nil nisi bene – Über Tote soll man nur gut sprechen, überliefern uns die Römer. Bei Michael Jackson wird es uns leicht fallen. Denn sein mitunter bizarres Selbst, seine absurden Auftritte in der Öffentlichkeit, seine Megalomanie, seine späten Platten und wirkungslos verpufften Comeback-Versuche werden auf lange Sicht nur Randnotizen in seiner Biografie bleiben. Was bleibt, wird seine Musik sein. Die frühen Hits, als er den Jackson Five entsprang und seinen Soulpop perfektionierte. Als er seinen Trademark-Sound erfand. Was bleibt, ist "Billie Jean", "Beat It", "Thriller", "Bad", "Dirty Diana" und "Smooth Criminal". Der Moonwalk bleibt, die Hand im Schritt, die Extase, die Hysterie seiner Fans, der Hauch des Mysterischen, der ihn umgab.

Die Geschichte wird gnädig mit Michael Jackson sein, nachdem sich diejenigen, die sich gerne das Maul zerreißen, beruhigt haben. Nachdem sich die Verschwörungstheoretiker zur Wort gemeldet haben (Es war Mord, Jacko lebt, er will nur seine Ruhe ...).

In der vergangenen Nacht ist Michael Jackson gestorben. Deswegen ist Pop nicht tot, und der 25. Juni 2009 wird auch nicht als The day the music died in die Geschichte eingehen. Aber ein Stück schillernder Popkultur ist verloren gegangen. Die Musik bleibt.

RIP Jacko


Thriller. Zombies. King of Pop. Längstes Musikvideo aller Zeiten. Diese Nase. Schwarz. Dirty Diana. Neverland. Weiß. Kinder. Freak. Moonwalk. Hand am Sack. Jackson Five. Hysterie. Bad. Legende. Billie Jean. Beat It. RIP.

24.06.09

Kutti MC geht in die Luft

Ich mag dieses Promofoto wirklich gern. Weil es auch sehr gut zu Kutti MC passt. Via 78s.

23.06.09

Crowdsourcing killed Punk Rock

"You wanna know why? Because people have terrible taste!" Musikjourno-Freelancer und Kritiken-auf-Twitter-Schreiber Christopher R. Weingarten spricht bei irgendeiner Twitter-Konferenz über die Zukunft des Musikjournalismus, wie wir ihn kennen, und konstatiert: Er wird sterben. Schuld sind, so wird klar, während Weingarten sich in Rage redet, alle. Musikjournalisten selber, die Industrie, Blogger, Twitterer. Natürlich ist das alles hoch polemisch, was er da von sich lässt und er mag auch nicht überall Recht haben (zum Beispiel berücksichtigt er nicht, dass es tatsächlich auch sehr gute Musikblogs gibt, oder mit Simon Reynolds oder dem K-Punk u.a. auch Musikjournalisten, die Bloggen), aber im Großen und Ganzen muss ich ihm zustimmen. It all boils down to this: "That's what we're missing in a world without critics. The Because!" Sein Rant mag der schreibenden Zunft als Hinweis dienen, sich auch an die eigene Nase zu fassen und auf das zu besinnen, was auch im Netz zählt und geboten werden kann: Qualität und Kompetenz.



(Ich weiß nicht mehr, von wem es kam, aber danke.)

Faith No More beim Southside


Faith No More als Band meiner Jugend zu bezeichnen, wäre etwas viel des Guten. Aber wenn ich die Fotos von Flo Schade, Knipsergott für laut.de, vom Southside sehe, wünsche ich doch, ich wäre da gewesen. (Zum 500. Post was Schönes.)

20.06.09

Bruce Springsteen & The E Street Band – 10th Ave. Freeze-Out

Einfach, weil es eine so großartige Performance ist. Laut Beschreibung Live im Hammersmith Odeon, 1975.