30.09.09

Begegnungen der dritten Art

Mitten in der wildesten Alle-Durcheinander-Auflegerei brülllallt mir dieser frenetisch zu Techno tanzende Glatzkopp ins Ohr: "WannlegtnihrendlichOnkelzauf?"

29.09.09

Erste Fotos von der Tour


Fotos von der Mañana-Tour aus Bielefeld jetzt bei flickr.

26.09.09

Begegnungen der 2.0ten Art

Witzige Begegnung in bzw. vor der Astrastube gestern. Ich komme mit einem Konzertgast ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass er über seinen bloggenden/bloglesenden Mitbewohner auf Mañana gekommen ist. Und der liest scheinbar irgendwelche Blogs, deren Schreiber behaupten, sie wären mit der Band auf Tour. Cool auch, wie sich das Gespräch entwickelte, nachdem der Berührungspunkt gefunden war, auf der Suche nach dem Scharnier: "Bist du auf irgendwelchen kommunistischen Plattformen unterwegs?" – Heute gehts nach Lübbenau.

22.09.09

Ich bin dann mal weg

Auf Tour mit Mañana. Basel, Bielefeld, Leipzig, Hamburg, Lübbenau, Chemnitz, Oberhausen, Schwerin, Berlin. Mehr von unterwegs, kommet zuhauf!

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17.09.09

The President really IS Nerdcore!

Okay, dieses Foto gab es vielleicht noch nicht, als John Hodgmann die Frage stellte, ob der Präsident wirklich Nerdcore ist. Aber es beantwortet die Frage.

(Via Laughing Squid.)

Dating-Montage aus den 80ern

Das ist eines der lustigsten Dinge, die ich je gebloggt habe. 'Nuff said.

(Via Laughing Squid.)

08.09.09

Relativity in Lego


Ich vermute mal, Escher würde im Grabe rotieren, aber es ist einfach zu herrlich!
(Via Miss Cakehead.)

06.09.09

Lessons learned from Rock'n'Roll #1

"There's no such thing as Rock stars, they're just people who play music and some of them are just like us and some of them are dicks."
Frank Turner – Try This At Home

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Selten genug gibt es ja Blogs, auf die man gesondert hinweisen müsste, natürlich ist das anders, wenn Herr Thomas G. aus S. anfängt zu Tumblen. Bloggt am ersten Tag schon so als hätte er keinerlei andere Verpflichtungen und macht eigentlich alles richtig. Iggy, Bowie, Lou Reed, The Smiths, Joy Division und Goldene Zitronen. Und das Tumbleblog ist benannt nach einem Sonic-Youth-Album. Dig, everybody, dig!

United Steaks of America

Dass die USA wirklich 233 Jahre alt werden mussten, bis da jemand drauf kommt. The United Steaks of America. Ich werde mich nicht bei meinen vegetarischen Lesern entschuldigen. Ich werde mich nicht bei meinen vegetarischen Lesern entschuldigen. Ich werde mich nicht bei meinen vegetarischen Lesern entschuldigen. Ich werde mich nicht bei meinen vegetarischen Lesern entschuldigen.

(Mehr bei The HuffPo.)

Ingredients of a human T-Shirt

Ich glaube, ich muss dieses T-Shirt haben. Leider habe ich keine Ahnung, wo es das gibt.

Ólafur Arnalds – Ljósið

Ich gebe zu, mit Ólafur Arnalds habe ich ja so meine Probleme. Für mich ist seine Art von Musik nur besserer Soundtrack-Sound und begeistert somit dauerhaft nur Leute, die in ihrer Jugend nicht genug Movie-Scores gehört haben. Arnalds gefällt mir dann am besten, wenn es krachig wird. Oder, wenn seine Stücke, wie hier "Ljósið", dermaßen zauberhaft visualiert werden.

(Via 78s.)

Sonntagabendmusik

Genau für jetzt, wenn die Sonne sich sommersmüde dem Horizont entgegensenkt, gibt es solche Musik. Pfeffer hat mit "Get Lost" seinen zweiten Mix auf der Pacemaker-Seite online gestellt. Noch etwas weiter aus dem Fenster gelehnt als das bezaubernde erste sonic bombardment. Wo Sun O))) & Boris auf Nana Mouskouri auf Xiu Xiu folgt, ist abseitig ein gutes Wort. Listen to the hiss!

Dig!

03.09.09

Wo Die Wilden Kerle Wohnen – Roundup

In den letzten Wochen hat sich einiges angesammelt an Wo Die Wilden Kerle Wohnen-Content, deswegen jetzt, wo es immer noch ein Vierteljahr hin ist, bis der Film in Deutschland in die Kinos kommt, ein Roundup.


Karen O. & The Kids – All Is Love. Chris beschreibt es bei Clarity & Chaos ganz recht als Tilly & The Wall und Arcade Fire als Kinderchor, dirigiert von der YeahYeahYeahs-Frontfrau. Sehr schön und sehr passend.


Kurzes (kurze?) Featurette mit Stimmen von Spike Jonze (Regie) und Maurice Sendak (Vorlage). Nicht informativ, aber respektvoll.


Miss Cakehead hatte vor einer Weile einige Stills aus dem Film. Ebenda gabs Skate-Decks, kann, muss man aber nicht ... Auch bei der Miss: Street-Art.


Und, okay, Miss Cakehead ist das größere Fangirl, WDWKW-Bento.


Dann war da noch ein Blog, das WDWKW-Art sammelt und zeigt, Terrible Yellow Eyes.

Am 03. Dezember dann endlich. Inside all of us is a wild thing.

Dig!

02.09.09

Gov 2.0 – Passiert Politik in Zukunft online?


Spät nun auch von mir noch ein paar Gedanken zum Government-2.0-Camp vom letzten Freitag in Berlin. In den Räumen der Hertie School of Governance gingen Menschen hauptsächlich aus der Verwaltung, aber auch auch anderen politiknahen Institutionen und sogar der ein oder andere Webaffine der Frage nach, wie das Internet in Zukunft das Regieren, die Politik und die politische Teilhabe prägen wird.

Ich bin der Meinung, dass es richtig und wichtig ist, eine solche Veranstaltung durchzuführen und darf hier wohl verkünden, dass wir bei Amazee uns (ich war mit meinem Chef Gregory nach Berlin gefahren) so etwas auch in der Schweiz vorstellen können. Der Grundtenor der Veranstaltung war – stark verkürzt – dass man von Verwaltungs- und Politikseite bereit ist für die e-Governance, das vor allem technisch die Möglichkeiten längst bestünden und das Alles nur eine Frage der Kultur sei, bis es so richtig losginge mit online verwalten, online debattieren und online regieren.

Ich muss sagen, dass ich den Optimismus nicht ganz teile, das habe ich vor Ort auch in dem ein oder anderen Gespräch durchscheinen lassen. Meiner Meinung nach hat Familienministerin v.d. Leyen in ihrer starren Haltung in punkto Netzsperren und dem Unwillen, auf über 100.000 Zeichner der E-Petition gegen ihren Gesetzentwurf einzugen einen denkbar schlechtes Exempel statuiert. Besser als sie es getan hat, kann man den Willen des kurzatmigen Bürgers nicht abwürgen, auf Entscheidungsprozesse Einfluss zu nehmen.

Vielerorts war auf der Konferenz aber deutlich zu hören, dass die Verwaltungsseite sich gut aufgestellt sieht, interessanterweise schienen mir die Vertreter der Kommunen den wesentlich klareren Blick für eventuelle Problemzonen zu haben als die von Bund und Ländern. Ich bin der Meinung dass die Kultur des Zuhörens und die Kultur des Reagierens auf Bürgerwünsche sich noch wesentlich stärker durchsetzen muss, bevor es in Deutschland eine Art Gov2.0 gibt.

Zu den äußeren Umständen der Konferenz: Für mich hätte es gastgebertechnisch nicht so posh sein müssen, aber immerhin gab es so gute Räumlichkeiten. Dass für Mittagessen gesorgt war, fand ich natürlich super, vegetarisches Curry, durchaus lecker. Das Netz hat auch gut funktioniert, allein der Kaffee war etwas dünn.

Ich verstehe, dass das Camp an einem Freitag stattgefunden hat, dennoch sollte für den interessierten 2.0-Bürger das nächste Mal ein Samstag gewählt werden, dann müssen die Herren aus der Verwaltung halt mal Wochenenddienst machen. Und ich würde mir – das habe ich auch schon vor Ort geäußert – mehr Teilnehmer aus dem Web-Bereich wünschen. Dieses Mal war es noch etwas stark verwaltungslastig. Und die Kommunikation könnte noch etwas klarer werden. Ansonsten bin ich gern wieder dabei.

Fotos gibts übrigens hier. Ich habe auch die einleitende Paneldiskussion mitgefilmt, wenn ich die noch komprimiert kriege, lade ich sie hoch.

Dig!

01.09.09

Various Artists – Peter Kruder Private Collection


Als ich letzte Woche gefragt wurde, ob ich Bock hätte, was über Peter Kruders Mixalbum "Private Collection" zu schreiben, dachte ich: "Easy, ein paar Referenzen an alten G-Stone-Scheiß und der Leim ist geschluckt". Pustekuchen. Man hätte sich denken können, dass die eine Hälfte von Kruder & Dorfmeister es einem nicht so einfach macht.

Natürlich waren Kruder & Dorfmeister, die Wiener Frühstücksdirektoren, auch formend in meinen ersten Studentenjahren. Kaum ein Berliner Café, in dem zu fortgeschrittener Vormittagszeit beim Schlurfgang ans Büffet nicht die DJ-Kicks der beiden lief, kaum eine WG-Party, die nicht mit den "K + D Sessions" entweder anfing oder endete. Die Zeiten sind lang vorbei.

Am positivsten aus den letzten Jahren ist mir aus dem Hause G-Stone noch das hervorragende "Kunuaka" von Makossa & Megablast in Erinnerung, eine herrlich verpeilte Mischung aus Afro-Beat, Dub und Electro. Doch zurück in die Gegenwart. Peter Kruder mischt also aus dem eigenen Giftschrank zusammen.

So hat es zumindest den Anschein. Eigenen Angaben zu Folge kompiliert Peter auf seiner "Private Collection" genau das: Musik, die er zuhause spielt, wenn Freunde zu Gast sind. Wäre eine höllische Arbeit gewesen, diese siebzehn Stücke aus seinen rund 35.000 Platten (ja, ein wenig auf dicke Hose machen gehört auch dazu!) herauszupressen, schreibt er zur Promo.

Doch die Privataudienz hat es in der Tat in sich. Zuerst einmal wird jeder abgewatscht, der elektronisches Haschee à la Kruder & Dorfmeister erwartet. Nach einer achtminütigen Eröffnung durch Talk Talks "The Rainbow" geht es anspruchsvoll mit Tortoise weiter. Das hier ist Musik für späte Abende, Freunde mit denen man wenig reden, aber umso mehr schweren Rotwein trinken muss.

Allerlei obskures, aber stets stimmig zusammengefügtes Liedgut baggert Peter Kruder aus seinen Plattenkisten. Neben Tom Waits, Jan Hammer und dem Kruder-Nebenprojekt Peace Orchestra (hintereinander weg!) finden sich viele Insider-Nummern und mit dem letztjährigen "Sleazy Rider" sogar ein Kruder & Dorfmeister-Track. Insgesamt eine sehr zurückgelehnte Platte für Abende, an denen man sein Wohnzimmer zur entspannten Electro-Lounge machen möchte. Rotweinflecken nicht ausgeschlossen.

The Beats – A Graphic History


Auf einen Post bei René hin hatte ich mir als alter Beat-Fanatic die Graphic Novel "The Beats" zugelegt. Ein ansehnliches Kollektiv von Comic-Zeichnern und -Schreibern arbeiten darin die Geschichte der Beats ab, sortiert nach Personen. Natürlich nehmen die Großen Drei, Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William S. Burroughs den meisten Platz ein. Doch die zweite Hälfte des Buches gehört den anderen Protagnisten, die man zum Teil nicht gut kennt.

Und genau hier wird meiner Meinung nach "The Beats" erst richtig interessant. Geht es um Kerouac, Ginsberg und Burroughs, erfährt man viel Bekanntes und auch der Zeichenstil von Ed Piskor (erinnert mitunter ein wenig an Ghost World) gefällt mir in seiner Naivität nur bedingt. Das Problem liegt meines Erachtens darin, dass die Bilder oft das gleiche Erzählen wie der Text und man sich als Leser dabei leicht unterfordert fühlt.

Die diversten Artists der zweite Hälfte macht es da wie gesagt viel besser. Interessante, knackige Geschichten, die tatsächlich so etwas wie den Spirit der Beatniks atmen, finden sich hier. Mir persönlich hat am Besten gefallen die Story mit und über Tuli Kupferberg und die Fugs. Die muss ich mal genauer betrachten. Kaufempfehlung auf Grund der eher schwachen ersten Hälfte nur sehr bedingt.