29.04.09

Kevin Smith über seinen Superman

Herrlich! Kevin Smith (Mastermind hinter der Jay-und-Silent-Bob-Pentalogie) erklärt, wie er in den Neunziger Jahren mal ein Drehbuch für einen Superman-Film geschrieben hat. Und wie das Drehbuch dann zwischen diversen Hollywood-Dödeln verloren gegangen ist.

(Via BoingBoing.)

Morrissey – Something Is Squeezing My Skull

Als ich das erste Mal des Moz neues Album hörte, verliebte ich mich stante pede in den Opener "Something Is Squeezing My Skull", und zwar nur auf Grund der Art und Weise, wie Morrissey eben den Titel im Refrain singt. Diese nach oben gezogene Stimme. Herrlich. Folgerichtig erscheint die Nummer als neue Single, hier ist das Video dazu. Moz live.

28.04.09

Einfach mal nackig sein

Das hätte auf dem Anarchistischen Kongress auch für Aufregung gesorgt. Zwei Musiker rennen durch New York und ziehen sich dabei nackig aus. Dazu gibts ganz vorzügliche Musik von eben Matt and Kim. Fast hysterische Drums, cooler Gesang. Hipster shit wie ich ihn mag. Nur die Balken stören.

(Via Byte.fm.)

Altes Blog, neues Gesicht

Das Amazee-Blog hat ein neues Gesicht bekommen. Wir sind auf Wordpress umgezogen, die Adresse bleibt die gleiche. Das Design stammt von der ebenso wundervollen wie talentierten Rahel. Der Untertitel "Things we like. Stuff we do." ist auch neu. Gefällt mir. Wenn ihr den Feed per RSS bezieht: Schaut doch mal vorbei.

Minga!

Wer weiß, vielleicht belehrt mich München eines Tages doch noch eines besseren, nicht einfach nur Hauptstadt eines verknöcherten CSU-Teilstaates zu sein. Gmiatlich wars, mit dem Hacker-Pschorr, dem Paulaner, dem Tegernseer, dem Augustiner, dem Hofbräu, dem Hasen und dem Andechser. Am Freitagnachmittag im Hofbräuhaus diesen hier gemacht:


Und als Andenken die gesammelten Werke des Herren gekauft, der hier zu hören ist (und die mit knapp über 800 Seiten passenderweise mit "Circus Maximus" betitelt sind):


Dazu Sonic Youth mit Dosenbierausschank im Haus der Kunst und überraschend die live sauguten Nightingales im 59:1. Topp.

22.04.09

Ist Questionmarc der neue Banksy?

Banksy dürfte jedem, der schon einmal das Wort Streetart gehört hat, ein Begriff sein. Der englische Künstler ist mittlerweile so etabliert, dass seine Kunstwerke zur Not auch samt Betonblock verkauft werden. Hat die Szene jetzt ihren nächsten rising star? Werke von Questionmarc machen in Großbritannien derzeit die Runde. Der anonyme Künstler, der sich auch "The Phantom Piddler" nennt, hat einen ähnlichen Stil wie Banksy; ist er vielleicht sogar der Meister selbst? Interessanterweise tauchten im März in London 100 "Gemälde" mit einer Banksy-Ratte und einem Fragezeichen auf, von einem Künstler der sich Not Banksy nennt. Höchst rätselhaft, das alles.

21.04.09

Ein ♥ für Blogs

Der Stylespion hat dazu aufgerufen, seine Lieblingsblogs vorzustellen, und da ich ja bekanntlich jeden Scheiß mitmache, hier diejenigen, die ich ins Herz geschlossen habe. Ich lasse bewusst die Blogs aus, die eher Persönliches thematisieren und beschränke mich auf solche, von denen ich meine, dass die Allgemeinheit Nutzen ziehen kann. In der Reihenfolge, in der ich sie in meinem Reader habe.

endi – Ein Drittel Egotronic, alter Alles-Kumpel von mir. Äußerst geschmackssicher, manchmal Visionär, wenn es um Musik geht. Bloggt selten, dann aber richtig.

Schorleblog – Liebenswerter Kleinstadthalunke gone Großstadt, Ex-DJ-Kollege und eigentlich mal Co-Blogger. Jetzt arbeitend, deswegen mit weniger Zeit zum Bloggen. Leider. Gut, wenn es um Musik oder Zweitligafußball geht.

Acht Milliarden – Alter Bekannter, Jungjournalist, ist ungefähr da, wo ich gern wäre, aber ich gönne es ihm. Birgt wertvolle Lesetipps, on- und offline. Bloggt interessantes über Politik und Pop.

tubu – Ex-Arbeitskollege und Mitglied der Screwed-Crew, postet vor allem Fotografie. Er schießt ganz hervorragend Snowboarder, Skater und Hardcore-Musiker.

78s – Tolles Musikblog aus der Schweiz. Nicht jeder Hit ein Treffer, aber jeder Treffer ein Hit. Bieten immer wieder Entdeckungen und interessante Hinweise.

myoon – Pop- und Musikblog aus Leipzig. Hauptschreiber ist der sehr fähige und ebenso nette Jörn, das Ding hat kommerzielle Ambitionen, zurecht. Interessante Blickwinkel auf Popthemen haben sie, und interessante Videointerviews.

Nerdcore – Ist natürlich kein Geheimtipp, trotzdem eines meiner Lieblingsblogs. René schafft es immer wieder Popkulturelles und Geek-Stuff aus dem Hut zu ziehen, das mich absolut fasziniert. Auch wenn ich mich weder für Zombies noch für Star Wars interessiere.

Colourcritique – Ein Blog über Design und Zeugs. Immer wieder gibts hier schöne Dinge zu sehen.

20.04.09

Trial, übernext level

Oh. Mein. Gott. Ich glaube, ich habe so etwas noch nie gesehen. Aus einer alten Mountainbikeverbundenheit hab ich früher auch so ein bisschen die bike trials verfolgt, aber das, was Danny MacAskill hier treibt, ist Meilen entfernt von dem, was in den Neunzigern geboten wurde. Bei 3:07 sind die Synapsen gegrillt, jede Wette.

(Via Nerdcore.)

Slow motion, next level

Slomos mit 1000 Bilder pro Sekunde lassen die Synapsen schwitzen. Sieht das fein aus.

(Via Laughing Squid.)

Furniture to George

Via Cakehead habe ich diese großartige Fotoserie eines noch großartigeren Tatoos gefunden: Ein Typ lässt sich in schöner Typographie eine suicide note aus den Zwanziger Jahren stechen. Nerdiger gehts kaum, aber wie geil sieht das bitte aus? Want!

Musik, kostenlos, von Ólafur Arnalds, The Streets, Sonic Youth und Mañana

Juhu, kostenlose MP3s en masse! In den letzten Tagen haben verschiedene von mir geschätzte Künstler Musik unters Volk gebracht.

Ólafur Arnalds beispielsweise, melancholischer Isländer mit Hang zum Cinemascope-Pathos, hat gleich eine ganze EP rausgehauen. "Found Songs" ist sieben Stücke stark, er hat letzte Woche jeden Tag einen veröffentlicht. In meinen Ohren solide Durchschnittskost für späte Abendstunden. Seinen mitunter sehr an klassisch arrangierte Soundtrackmusik erinnernde Musik packt mich nicht immer, aber im richtigen Moment geht Ólafur steil. (Via 78s.)

Drei Stücke hat ebenfalls vergangene Woche Mike Skinner aka The Streets in die Welt entlassen. "David Hassles" ist ein relativ typischer Streets-Track. Mike Skinner versucht zu singen und scheitert erwartungsgemäß grandios, dafür sorgt seine ebenso bekannte tongue-in-cheek-Attitüde für Schmunzeln. "I Love My Phone" geht mir persönlich nicht so gut rein, ein ziemlich schwer rollendes Brett. Der absolute Hammer ist dafür "Trust Me", das groovt wie Sau. So sehr Partey war wohl noch nie beim Skinnermike. (Keine Ahnung, wie lange die Links noch bestehen, bei Bedarf bitte melden!)

Schon vor zwei Wochen (glaub ich) haben Mañana, die Schweizer Popregenten aus Basel zwei schöne Remixe ihrer Singles "Make A Tiger" und "Unbalance" auf ihrer Homepage zum Download bereit gestellt. Mir gefällt diese Elektrifizierung ihrer pathosgeladenen Stücke sehr gut!

Und last, not least, verschenken Sonic Youth ein erstes Stück von ihrem im Juni erscheinenden Album "The Eternal". Der Zweiminüter heißt "Sacred Trixster", es singt Kim Gordon. Und das ganze seh ich dann in drei Tagen live! (Via White Tapes.)

18.04.09

Support your local record dealer

Noch nix vor heute? Dann empfehle ich, am dritten Record Store Day teilzunehmen. Ob man jetzt einen teilnehmenden Laden um die Ecke hat oder nicht, einfach rein in den nächsten Plattenladen und Support zeigen für den guten kleinen Tante-Emma-Laden der Popmusik. Wo der Kunde noch König ist.

(Ich geh dann mal den Punks im Vinyl Pirate auf die Schulter klopfen.)

08.04.09

Mashup-Wahnsinn von Eclectic Method

René hatte es bei Nerdcore schon vor einigen Wochen, aber ich muss mich seinem Befehl mit Nachdruck anschließen: Seht euch alle Videos von Eclectic Method an! Die drei Londoner Jonny Wilson, Ian Edgar und Geoff Gamlen mashen nicht nur durchaus hörbar, sondern bieten dazu auch den visuellen Hochgenuss. Eyecandy für Schnipsel-Nerds.

The Thermals - "Now We Can See" und Neuland

Nochmal ein bisschen Werkschau, an dieser Stelle. Ich habe das Gefühl, meine Texte werden besser, wenn ich nicht in der Fließbandproduktion der täglichen Redaktionsarbeit stecke. Ich jedenfalls bin ganz zufrieden mit meinem Befund zu The Thermals neuem Album "Now We Can See". Eine Platte, die mir zu Anfang gar nicht gefallen wollte und nun doch gut reingeht. – Und seit heute bin ich wohl auch Schreiber für das Startwerk, das Startup-Blog des Schweizer Konglomerats Blogwerk. Mein erster Beitrag war eher eine Fingerübung über die Silicon Valley Association und ihre Studienreisen an die Westküste.

Die Mutter aller Skateboard-Ramps

Wenn man sich schon eine Quarterpipe in die Wohnung gebaut hat, kann man im Garten gleich weiterbauen. Vorausgesetzt, man 280.000 Dollar und ne Menge Land (mit Feng-Shui-Option) zur Verfügung.

Time flies when you're having fun

Wow. Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit ein Elektriker die Leiche von Kurt Cobain in einem Schuppen in Lake Washington fand. Ein komisches Erlebnis für mich damals. Ich war selbst in den USA, jedoch durch meine ultrachristliche Familie ganz weit weg von den Ereignissen, die die Gitarrenmusik in Tumult brachten. Die Ikone einer Generation war der späteren Bloodhound-Gang-Maxime "Hold your head up high and blow your brains out" gefolgt und die alternative Gitarrenmusik schien auf einmal kopflos – no pun intended.

Und heute? Grunge ist genauso tot wie seine ehemalige Lichtgestalt, einige Fossilien wie Pearl Jam regen sich zwar noch, doch eigentlich beschäftigt sich die Musikwelt längst mit anderem. Was hat Nirvana also bewirkt? Geblieben ist mit "Nevermind" eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Platte der Neunziger, auch wenn niemand genau sagen kann, warum. Ich denke, Nirvana hat mich damals zur Gitarrenmusik bekehrt nach den popgeschwängerten Achtzigern. Auch wenn ich mich kurz nach dem Ableben des Trios neuen Helden zugewandt habe: den Smashing Pumpkins oder Radiohead beispielsweise.

Kurt Cobain ist über die Jahre mehr zum Posterboy der Generationen geworden, die sich zwar für Außenseiter halten, aber weder die Assigkeit von Punk noch die Weichlichkeit der Emos anziehend finden. Kaum ein Bild wie das schmerzverlorene Gesicht Cobains drückt die Angst und die Verzweiflung all derer aus, die weder Angst haben müssen noch Grund zu Verzweifeln haben. Kaum eine Band beruft sich heute auf Nirvana (von Navel vielleicht mal abgesehen), wer weiß, vielleicht gibt es ein richtiges Revival ja erst in weiteren 15 Jahren.

Ich selbst denke eigentlich nie an Kurt Cobain, auch wenn "Nevermind" damals der wirklich heiße Scheiß in unserer Klasse war. Dennoch, ohne ihn, Krist Novoselic und Dave Grohl würde in der Musikgeschichte ein Leerstelle klaffen. Mein Lieblingstrack von "Nevermind".

Simon Reynolds über Sonic Youth, "The Eternal" und den Künstler als Konsumenten

Eigentlich sollte Simon Reynolds für den Guardian wohl über Sonic Youths neues Album "The Eternal" schreiben. Der Popjournalist und Autor des hervorragenden "Rip It Up And Start Again" schweift dann aber doch ein bisschen ab und schreibt über den Künstler als menschliche Referenzstelle, bevor er zur Sache kommt. Sein Fazit: die New Yorker machen nix neues, aber wer will, kann eine ganze Menge Nods heraushören. Trotzdem ist Simon Reynolds natürlich immer lesenswert!

07.04.09

Unsere Band ist am Ende!

Was schon Bernd Begemann wusste, haben auch Die Kleinen Götter, Konstanzer Poppunkinstitution, für sich erkannt. Till, Tino, Frank und Daniel lösen ihre Band am Ostersonntag nach einem Abschiedskonzert im Konstanzer Kula auf. Vorher hab ich sie für laut.de noch einmal interviewt, heraus gekommen ist ein sehr sympathisches Gespräch. Drei Viertel der Band hatte ich letztes Frühjahr schon einmal vor dem Mikro gehabt, leider, ohne das 70-minütige Interview je abgetippt zu haben. Schönen Dank, dass es noch einmal geklappt hat!

Backenfutter

Liza erklärt in seinem neuesten Posting ganz herrlich, warum die Backpfeife vom Prinzen für die ewige Nr. 2 richtig war. Stichworte: Subversion, Rache für Oliver Bierhoff und Karrieresprung.

06.04.09

Alles über den Godfather (und mehr!)

Mark Seal erzählt in der Märzausgabe (?) der Vanity Fair die großartige, großartige Entstehungsgeschichte der "Godfather"-Filme. Er hat dafür zahllose Beteiligte aufgesucht und man erlebt während des Lesens einen WTF?-Moment nach dem anderen. Ja, der Artikel ist verdammt lang, aber jeder Satz lohnt sich. Unglaublich, wie die realen Geschehnisse um die Dreharbeiten in den Film einfließen. Krass, wie der Mob in den Entstehungsprozess eingegriffen hat und ihm erst die nötige Authentizität verpasst hat, die ihn zum Meisterwerk machte. Irre, wie sehr sich die Schauspieler davon haben anstecken lassen. Ein kleiner Ausschnitt:

When Bettye McCartt [Produktionsassistenz; M.M.] broke her watch, a cheap red one, Montana [Lenny, Luca Brasi im Film; M.M.] noticed. “He said, ‘What kind of watch would you like?,’ and I said, ‘I’d like an antique watch with diamonds on it, but I’ll get another $15 one.’ A week passes, and Lenny comes and he’s got a Kleenex in his hand wadded up, and he’s looking over his shoulder every step of the way.” He placed the wad of Kleenex on her desk. She opened it, and there was an antique diamond watch inside. “And he says, ‘The boys sent you this. But don’t wear it in Florida.’”


(Via Achtmilliarden.)

05.04.09

Neues BRENB Artwork

Mein irischer Lieblings-Designer BRENB strikes again. Letztes Jahr hatte ich ja dieses wunderschöne, von ihm zwar nicht erstellte, aber verkaufte Black-Flag-Artwork gekauft, und wegen diverser Verzögerungen im Versand hat er noch einige seiner großartigen Konzertplakate hinzugefügt. Nach längerer Ruhepause hat er jetzt wieder drei seiner ungewöhnlichen Stücke online gestellt. Diese beiden gefallen mir besonders, nicht nur wegen der Bands, die sie ankünden.


Joker's Daughter – Worm's Head

Während ich locker mit Ricardo durch den Vormittag bumse, lege ich euch die nicht minder hörenswerten Joker's Daughter ans Herz. Der geneigte FM4-Hörer kennt die bezaubernde Kollaboration der Sängerin und Multi-Instrumentalistin Helena Costas und Danger Mouse ("The Grey Album", Gnarls Barkley) eh schon. Hinhören und zwei Minuten bliss erleben.

04.04.09

The Ramp House, Athen

Auch ne geile Idee. Sich einfach mal ne Quarter Pipe (ist das ne Quarter Pipe?) in die Butze zimmern lassen. Dann kannste haarscharf am Abwasch vorbeigrinden.

(Via Swissmiss.)

01.04.09

Demo Disasters

Eigentlich eine sehr gute Idee. Ein nicht näher genanntes Indielabel geht seine Demobestände durch, tumblt eine Auswahl besonders schauriger Eingaben und versieht sie mit passenden Kommentaren wie "No, why don’t YOU go fuck yourself". Ladies & Gentlemen, I give you Mind-Melting Demo Disasters.
(Via Myoon.)

Spaghetti-Ernte, 1957

Das war dann wohl vor 52 Jahren ein Aprilscherz. Aber was für ein herziger!

(Via Swissmiss.)

Schweizer Käse! Eigenwerbung

Eigentlich ist das hier viel zu schön für den ersten April. Die Schweizer machen herrlich selbstironisch für sich Werbung.