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04.12.09

Schön gesagt

"Genre patriots often seem like people locked in bad marriages, hoping things will improve, grateful for small mercies, settling for less and less, because they've made that 'for better or worse' pledge." Simon Reynolds

29.11.09

Hip Hop is dead?

Hier mal ein gesonderter Lesehinweis. Regelmäßige Leser wissen, dass Simon Reynolds einer meiner liebsten Musikjournalisten ist. Jetzt hat er, dem Kollegen Sasha Frere-Jones vom New Yorker folgend, Hip-Hop für tot erklärt. Nicht tot im Sinne von: Es gibt in absehbarer Zeit niemanden mehr, der Hip-Hop macht, sondern tot im Sinne von: Es wird Hip-Hop noch geben, ab und zu sogar im Hit-Format, aber nicht mehr als Mainstream-Genre wie in den Achtzigern, Neunzigern und Noughties. Nachdem ich Reynolds (stets lesenswerte) Kolumne beim Guardian gelesen habe, bin ich geneigt, ihm nicht nur zuzustimmen, sondern seine Theorie auch auf andere Genres anwendbar zu sehen. Schließlich verallgemeinert er selbst sehr treffend:

The refusal to admit that a genre can die (which doesn't mean literally disappear – it may even generate good stuff now and then – but refers to stagnation, irrelevance, becoming uncoupled from the zeitgeist) is a denial of the possibility of change, renewal, the unexpected. The very vitality of a form of music implies the possibility of its eventual death.


In diesem Sinne: Hip Hop is dead, long live Hip Hop!


(Nas meinte es zwar etwas anders, gleichzeitig ist dies eine Nummer aus einer Zeit (2006), in der man Hip-Hop laut Reynolds schon hätte einbalsamieren sollen.)

08.04.09

Simon Reynolds über Sonic Youth, "The Eternal" und den Künstler als Konsumenten

Eigentlich sollte Simon Reynolds für den Guardian wohl über Sonic Youths neues Album "The Eternal" schreiben. Der Popjournalist und Autor des hervorragenden "Rip It Up And Start Again" schweift dann aber doch ein bisschen ab und schreibt über den Künstler als menschliche Referenzstelle, bevor er zur Sache kommt. Sein Fazit: die New Yorker machen nix neues, aber wer will, kann eine ganze Menge Nods heraushören. Trotzdem ist Simon Reynolds natürlich immer lesenswert!