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28.12.09

Merely Thinking zieht um!

Die Koffer sind gepackt, das neue Haus endlich bezugsfertig. Nach gut zweieinhalb Jahren bei Blogger (und davor etwas über zwei Jahren bei MyBlog) zieht Merely Thinking im fünften Jahr heute auf eine eigene Domain* um. Unter merelythinking.net wird in Zukunft gebloggt.

Vergesst nicht, eure Linklisten und Feedreader upzudaten, über Hinweise und Wordspreaden freue ich mich natürlich! Die URL merely-thinking.net hat auch weiterhin Bestand.

Mein Dank gilt Rahel von Virtually Handmade für das Design und Kollege Michi für die technische Umsetzung.

*An Layout und Seiten-Setup arbeite ich noch, Vorschläge sind natürlich willkommen.

22.12.09

Mmmatze goes 78s – In eigener Sache

Aufmerksame Leser von Merely Thinking wissen es: Musik ist ein Fixpunkt in meinem Leben und somit auch integraler Bestandteil dieses Blogs.

Musik hat mich fast mein ganzes Leben lang begleitet; zuerst nur nebenher, dann als so etwas wie ein Hobby, und schließlich seit 2003 ganz semi-professionell. Nach einem kurzen Gastspiel beim mittlerweile untergegangenen 11pm-Magazin stiess ich im Oktober besagten Jahres als Praktikant zu laut.de.

Nach überstandener Probephase war ich ab Anfang 2004 freier Mitarbeiter und inoffizieller Berlin-Korrespondent mit Interview-Fame von mclusky bis J.Lo. Vollprofi wurde ich in meiner Zeit von 2006 bis 2008 in der laut.de-Redaktion in Konstanz. Seit Sommer letzten Jahres bin ich wieder als Freier unterwegs.

Vor ein paar Wochen ist jetzt auf Empfehlung von Jan von Mañana David Bauer von 78s.ch an mich herangetreten, ob ich nicht auch für sie schreiben wollte. Das freute mich aus zweierlei Gründen: Zum Einen schätze ich das Schweizer Musikblog sehr auf Grund seiner Themenwahl und seines unaufgeregten Enthusiasmus, und zum Anderen bewog mich meine Zeit bei laut.de auch, wieder ein Stück zurück in den "Underground" zu gehen.

Somit bin ich seit Kurzem jetzt auch bei 78s.ch beheimatet (für laut.de werde ich auch in Zukunft noch schreiben); das hat zur Folge, dass manche Musikthemen jetzt eher dort und nicht mehr unbedingt hier stattfinden. Um Ausgewogenheit bin ich dennoch bemüht, das wird sich sicher noch eingrooven. Bitte goutieren sie!

Somit ist 2009 wohl das Jahr meiner ersten Schritte in der Schweizer Musikszene. Ohne bislang wirklich viel getan zu haben bin ich "Mr. Kontakt Germany" bei Little Jig Records, Blogger bei 78s und Happy Hangarounder von Mañana. Mit deren schon genanntem Jan habe ich für 2010 übrigens große Pläne. Stay tuned!

18.11.09

Ein neues Blog ist wie ein neues Leben


So, jetzt ist es passiert. Ich habe heute wieder einmal Premiere gefeiert. Diesmal auf einem neuen Blog. In Zukunft werde ich (hoffentlich) regelmässig für das 78s-Blog schreiben. Wobei für meine Begriffe die Bezeichnung Blog ein wenig Fehl am Platze ist. 78s.ch ist eines der meistgelesenen (oder das meistgelesene?) Online-Musikmagazine der Schweiz. Und ein höchst sympathisches dazu. Vor einigen Wochen schon hatte ich mich mit einem der drei Haupt-78er, David, getroffen und er hat mich sozusagen erfolgreich angeworben. Für mich ist das ein willkommener Schritt a) zurück zum Indie (im musikalischen wie auch im Sinne von "Mama, ich bin zurück vom Mainstream") und b) in die Schweizer Musikszene. Zum Anfang habe ich über ein Thema geschrieben, dass ich auch schon hier aufgegriffen und bei laut.de verarztet habe: Michael Lavines und Thurston Moores Buch "Grunge".

14.11.09

Ch-ch-changes


November spawns a monster! Mal wieder was in eigener Sache: Veränderungen kommen zu Merely Thinking. Nach nun bald fünf Jahren Bloggen und zwei Blogs wird Merely Thinking noch im November umziehen. Auf einer eigenen Domain wird es die Seite dann mit neuem Design geben. Das Aussehen besorgt Rahel von Virtually Handmade, auch hier wird es eine Besonderheit geben, auf die ich beim Launch dann noch genauer eingehen werde. In den letzten Monaten haben immer mehr Leute Merely Thinking gelesen, so dass ein Umzug zu diesem Zeitpunkt sicher Sinn ergibt. Inhaltlich wird sich wahrscheinlich nicht vieles ändern, doch auch auf einem anderen Blog werde ich in Zukunft aktiv sein. Darauf freue ich mich ganz besonders, demnächst auch dazu mehr.

11.10.09

It's on!

Nach einer Woche kontemplativer Ruhe gehts weiter.

30.05.09

Off übers Wochenende

Merely Thinking macht Pause und fährt ins Höhentrainingslager. Hierhin.

25.05.09

Silbermond und die Meinungsfreiheit


(© laut.de, Fotograf Peter Wafzig)

Okay, ob die sächsische Band Silbermond was mit der Pressefreiheit am Hut hat oder nicht, ist wohl eher nebensächlich für das größere Ganze. Dennoch regt der Vorfall vom letzten Freitag auf und zum nachdenken an. Hier kurz was geschehen ist und meine 2 Cents.

Peter Wafzig, seines Zeichens (hochtalentierter) Haus- und Hoffotograf von laut.de und Knipser für diverse andere Medien, besuchte vergangenen Freitag die Pressekonferenz der Bautzener Popband Silbermond und hatte auch für das abendliche Kölner Konzert einen Fotopass. Der hätte ihn berechtigt zum Fotografieren im Fotograben während des Konzertbeginns. Der Manager von Silbermond, jedoch, hatte seinen eigenen Kopf: Ulf Wenderlich verwies Peter kurzerhand von der PK und zog auch den Fotopass wieder ein. Unser Konzertfotogott kommentiert das Geschehen in seinem Blog wie folgt: Man "könnte […] meinen, dass ein Bandmanager etwas mehr Souveränität an den Tag legen sollte. […] Aber nein, er muss ja unbedingt Öl ins Feuer gießen und das Verbot mit der Qualität der Rezensionen begründen."

Nun ist Silbermond, denen Wikipedia übrigens ein "enges Verhältnis zu ihren Fans" nachsagt, in der Tat nicht sonderlich gut weggekommen bei laut.de (obwohl es auch Künstler gibt, die wesentlich schlechter abgefertigt werden). Andererseits weiß auch Wenderlich, wenn er sich auch nur ein bisschen im deutschen Musikbusiness auskennt, dass Silbermond eben ein Popprodukt für den Teeniemarkt darstellt. Und nicht das pop-olympische Genie, das laut.de-Redakteuren besonders gut reinläuft und zurecht abgefeiert wird wie beispielsweise Tocotronic, Interpol oder Jarvis Cocker. Von einer bewusst ungerechten Behandlung kann mit Sicherheit keine Rede sein, denn, soviel wage ich zu sagen nach fast sechs Jahren Arbeitserfahrung: Ungerechtfertigt bekommt niemand sein Fett weg bei laut.de. Okay, es sei denn man heißt Jeanette Biedermann oder DJ Ötzi. Und davon sind Silbermond weit entfernt.

Und natürlich ist es auch immer wieder schon passiert, dass man uns auf vergangene, als ungerechtfertigt schlecht empfundene Bewertungen angesprochen hat. Vom harmlosen Hinweis "Aber bitte nicht wieder verreißen!" bis hin zum nicht-mehr-schicken von Platten. Letzteres offenbart zwar schon ein einer großen deutschen Band unwürdiges, unprofessionelles Verhalten, Silbermonds Wenderlich macht allerdings ein ganz neues Fass auf. Weil er zum einen jemanden, der nicht mal zum schreibenden Teil des laut.de-Teams gehört, abstraft, zum anderen weil er in aller Öffentlichkeit eine Selektion vornimmt, in diejenigen, denen er wohlgesonnen ist, und die, mit denen er nicht zusammenarbeiten will. Das könnte – ob das sein Kalkül ist, kann man nur vermuten – natürlich auch als Zeichen an die anderen Medienvertreter gewertet werden. Seht, so ergeht es einem, der schlecht über uns schreibt. Und da wird es in Sachen Pressefreiheit problematisch.

Nun muss man nicht einen größeren Elefanten machen, als Wenderlich einer ist, schließlich geht es um eine zweitklassige Popband aus einer Stadt, die ein bekannteres Lebensmittel hervorgebracht hat als Silbermond. Dennoch überwiegt der Ärger über die zu Grunde liegende Erkenntnis. Leute aus dem Musikbusiness wie Wenderlich sehen die Musikjournaille offensichtlich nur als besseres Vehikel zur Promotion seines Produkts, nicht aber als Werter von Kulturgütern und Gatekeeper in Sachen guter Geschmack. Ob er einen Vergleich seines Produkts Silbermond fürchtet, oder warum er wirklich nicht mehr mit laut.de zusammenarbeiten möchte (was übrigens sehr schade wäre, hat Silbermond doch eines der komplettesten Artistportale bei laut.de), bleibt vorerst sein Geheimnis. Fest steht, dass er offensichtlich nicht verstanden hat, was der Beruf eines Musikjournalisten ist. Das kritische Hören, Bewerten und Beurteilen von Musik nämlich. Vielleicht ist er da ja auch ganz auf der Linie der Major Labels, da heißen diejenigen, die eine Platte an den Mann bringen müssen nämlich ganz trocken Produktmanager.

Abschließend bleibt festzustellen: Wenderlich hat seiner Band mit seinem unprofessionellen Verhalten einen Bärendienst erwiesen und wieder einmal gezeigt, wie schwer man es als Musikmagazin hat, das sich kritisch versucht, allen populären Musikrichtungen zu öffnen. Und was für ein undankbarer Job es ist. Vielleicht sollten wir doch nur noch Metal und Hip-Hop machen. Die rufen wenigstens selbst in der Redaktion an, wenn ihnen was nicht passt.

Edit: Die Sache macht natürlich schon die Runde, via Twitter und in diversen Seiten. Hoffen wir, dass das kein ausgewachsenes PR-Desaster wird.

17.01.09

Hier Bloggen für nen Appel und ein Ei

Nun hat sich der völlig überflüssige Wirbel um die Basic-Thinking-Versteigerung gelegt und ich habe immer noch nicht verstanden, was der Käufer Serverloft genau mit dem Blog will - aber das wissen sie selbst offensichtlich auch noch nicht.

Ich gönne auf jeden Fall Robert Basic die Penunzen, die er für seine Ergüsse bekommen hat (auch wenn ich ihn weder sympathisch noch sein Blog übermäßig lesenswert finde/fand), möchte aber auch meinen Lesern etwas neues bieten. Blog versteigern bringts nicht, weil ich a) nicht mehr der erste bin, und b) da vielleicht auch nur halb so viel zusammen kommen würde wie beim B. (Pi mal Daumen.) Außerdem ist Bloggen ja Web 2.0, also Mitmachweb, und deswegen biete ich euch mein Blog.

Ja, ich möchte, dass ihr bei mir bloggt, als Gastblogger. Ihr bloggt neben mir auf merely thinking, und natürlich müsst ihr euch einkaufen, weil mein Blog alleine nicht genug abwirft. Das ganze soll natürlich auch ein bisschen Kritik am mir unverständlichen Wahn sein, dass man mit einem Blog unbedingt Geld machen können sollte, und deswegen möchte ich von Euch für eine Woche Gastbloggen: einen Apfel und ein Ei. Mehr dazu demnächst hier. Bei Interesse meldet euch bitte unter champagnerpunk@gmail.com.

30.12.08

15 Songs für 2008

Anmerkung von Matze: Olli bat mich, seine Jahrescharts zu kommentieren, was ich mit Freuden in seinem Blog getan habe. Natürlich musste er mir diesen Dienst auch erweisen, hier ist sein Text.

es zeit für eine kleine revue 2008. das heißt: es ist zeit für die top15 singles des jahres. oft sind die titel schnöde - oder wenn man so will prägnant - aufgelistet, damit exel gebändigt bleibt und jeder schnell vergleichen kann. aber hier breche ich diese struktur etwas auf und rezensiere, kommentiere und bespreche die top15 singles von matze. für die spannung, deren bogen hier manchmal abhanden kommt, muss die umgekehrte reihenfolge sorgen.

platz 15: smoke blow - zombie auf'm klapprad
punkrock. diese musikrichtung kann man so herrlich zerdenken, man kann mit den vertretern sympathisieren und trotzdem wider deren haltung agieren (vgl. tocotronics top-fan vom southside). man kann sich aber auch am riemen reißen und gehörig in den arsch treten lassen. nach "zombie auf'm klapprad" ist ein sitzkissen absolute pflicht.

platz 14: sascha funke - mango
"und da ist das sitzkissen ja schon", möchte man als anhänger der gepflegten gitarrenmusik sagen. doch man verkennt, wie verführerisch und besitzergreifend elektronische musik ist oder sein kann. flächig sphärisch vernebelt mango gepflegte sieben minuten lang die synapsen. die hirnwellen synchronisieren sich mit den klangwellen und der resonanzkörper findet sich unvermittelt auf der tanzfläche wieder. einfach so. ich muss meinen mangel an aufmerksamkeit verdammen. mein weihnachtlicher abschied von meinem wohnzimmer (dorian gray) im jahr 2000 verpflichtet mich eigentlich, in meinen jahrelisten songs wie diesen aufzunehmen.

platz 13: coldplay - lovers in japan (osaka sun mix)
coldplay bieten schon seit längerem interessante remixe ihrer songs feil. nicht selten übertrifft die neufassung die spannung und intensität des originals um längen. so auch hier. würde coldplay nur noch remix-alben veröffentlichen, ich könnte ohne probleme damit leben und auch wenn mich niemand danach fragt: das gilt auch für die killers.

platz 12: fotos - nach dem goldrausch (pioneers remix)
auch diese band setzt auf elektronischen mehrwert, sehr zur freude der kritiker (d.h. auch sehr zu meiner freude), aber mit dem großen erfolg hapert es scheinbar. warum eigentlich? vielleicht weil das kritikergedächtnis wie das meinige, so löchrig ist oder der remix trotz seiner qualität - immerhin ja hier auf platz 12 - auch einen tick zu beliebig. oder eben zu sehr kritikermusik ist? fotos werfen fragen auf. die drängendste lautet: wann kommt der erfolg, den sie verdienen?

platz 11: calvin harris - merry making at my place
im hintergrund wechselt der dj und der habitus übernimmt. habitus ist ende 20, weiß mit seinem leben nicht so richtig viel anzufangen, weil es trotz vieler ideen am großen plan mangelt, aber habitus kann feiern. seine aura wird unfreiwillig von einer coolness dominiert, die die geister scheidet, habitus selbst seltsamerweise aber vom scheitern abhält. habitus schafft es bei mir nur zum musikalischen one-night-stand. hier rotiert "merry making at my place" dagegen auf platz 11.

platz 10: morrissey - that's how people grow up
freunde des binären zahlensystems freuen sich über platz 1 für den mozzfather. der vor zynismus und egomanie nur so strotzende gruß morrisseys an die umwelt gehört auch definitiv in diese chartsregion. diese welt ist aber weder binär, noch - gottlob - konstant wie von big m beschrieben. zumindest für berufsoptimisten wie mich. das schmälert aber den genuß dieser musik, dieser werke, nicht im geringsten.

platz 9: kenna - say goodbye to love
kenna schafft es bei mir nur zum trägermedium bis zum nächsten lied. sätze wie "say goodbye to love" geben zwar durchaus zu vielen ausführungen anlass, aber da sich 2008 letztlich als großes liebes-hallo herausgestellt hat, lyriziert kenna dezent an meiner realität vorbei. say goodbye to those who say goodbye to love.

platz 8: the gaslight anthem - the '59 sound
wenn er nicht inzwischen schon erbracht wurde, kommt hier der beweis, dass solche listen auch immer ein belehrendes element enthalten. pauschal lautet es: "ganz egal, wie sehr du dir mühe gibst, eine facette des jahres kommt dir abhanden. weil du, der gerade meine liste liest, mir nicht mitteilen kannst, was bei mir fehlt, musst daher du mit dieser belehrung alleine leben. du hast nämlich [hier ein ausgesuchtes lied einfügen - in diesem fall eben the gaslight anthem - the '59 sound] unterschlagen. höre es dir an und du wirst diesen fehler zugeben". melancholie und sentimentales darf gerne laut und packend sein.

platz 7: one day as a lion - wild international
zach dela rocha mag als politischer agitator seine berechtigung oder glaubwürdigkeit verloren haben. musikalisch sieht das aber ganz anders aus. sein begrenztes gesangs-instrumentarium profitiert [leute, gebt wörtern bewusst den platz den sie verdienen! [gleiches gilt auch in belehrungen!]] von der einfachheit guter musik und den komplexen die diese auslöst gleichermaßen. chris cornell - sklave gleich zweier bandvergangenheiten - kann ein lied davon singen.

platz 6: frittenbude - mindestens in 1000 jahren
in jedem jahr wäre matze mit frittenbude bei mir durchgekommen. nur nicht im jahr 2008. da passierte mal zu viel, mal zu wenig, mal gab es viel zu tun, mal gar nichts. seine plädoyers für die hamburger aus münchen stießen bei mir stets auf taube ohren. ich möchte nicht zuviel verraten, aber es war ein fehler. vorsatz für 2009: frittenbude hören, frittenbude unterstützen, frittenbude predigen. damit wäre meine bestimmung also gefunden... das ist kunst.

platz 5: pendulum - the tempest
für dieses lied wurden große soundanlagen und hochwertige kopfhörer geschaffen. denn man muss sich anfangs wie in eine hängematte hineinlegen und anschließend von einer monsterwelle nassmachen lassen. man könnte sich natürlich auch auf dem tanzflur verausgaben, aber das wäre zu trivial für einen song, der kaum eine gelegenheit auslässt, richtungen zu wechseln und mit seinen hörern zu spielen.

platz 4: british sea power - lights out for darker skies
checkertum in perfektion. jeder dahergelaufene musikfan würde "waving flags" in seiner liste nominieren, nicht aber kenner. die platzieren "lights out for darker skies", weil mehr als sechseinhalb minuten dem ohr geschmeichelt wird.

platz 3: hadouken! - that boy that girl
die street fighter von der königlichen insel verschreckten in albumlänge die geschätzte kollegin kellnerin und ich würde ihr sogar schneller recht geben, als es der platz dieses kommentars zulässt. aber so lange nur dieser song rotiert, auf der tanzfläche, die angenehm gefüllt ist, deren djs garantieren, dass danach keine größeren experimente mehr gestartet werden, dann stehe ich zumindest im kontext dieser charts demjenigen bei, der hierfür platz 3 freimacht. that matze.

platz 2: primal scream - the glory of love
was noch bei kenna zur gepflegten bockigkeit meinerseits führte, öffnet hier fast alle schleusen, türe und tore. dämme brechen, flüsse bahnen sich ihren weg. beseelt von der liebe und einem eingängigen stück ist es zeit frieden zu schließen mit dem jahr 2008. schon jetzt lässt sich sagen, dass es ein gutes jahr war. schotten dicht und schotten auf platz 2. und vorbildlich noch eine handvoll schweden (peter bjorn & johns björn yttling produzierte. den rest bitte auf laut.de nachlesen) mitplatziert.

platz 1: frittenbude - raveland (kettcar cover)
eigentlich ein remix für kettcar, aber in seinem innersten so eigenständig, dass der interpret den namen frittenbude auch verdient. und so gelingt audioliths next topband, nicht nur das kunststück gleich zwei lieder in der jahresbestenliste zu platzieren, sondern eines davon gleich auf platz 1 zu hieven. man könnte natürlich auch - kopf eingeschaltet - über den irrweg schwadronieren, den gerade dieser remix über die leiche des originals geht, aber manchmal hilft es auch einfach mal die fresse zu halten, dem jahr 2008 stumm für seine lieder zu danken, matzes lieblingslieder teils staunend (weil verblüffend geschmackssicher am common sense vorbei) teils anerkennend zu honorieren und notfalls die musik so laut aufzudrehen, dass man selbst die eigenen gedanken nicht mehr hören kann. "nur die halbe welt wartet auf den letzten tag. wir würden alle sofort von vorne anfangen."

13.11.08

Hilfe! - Amazee bei Mashable nominieren

Liebe LeserInnen, ich brauch eure Hilfe. Amazee kämpft bei den Open Web Awards von Mashable um den Sieg in der Kategorie "Non-Profit Causes". Ihr könnt helfen, indem ihr im betreffenden Blogeintrag bei Amazee im dort eingebauten Widget eure Stimme abgebt, indem ihr eure E-Mailadresse eingebt und den Bestätigungslink klickt. Und das natürlich mit allen euch verfügbaren E-Mailadressen. Und das ganze auch euren Freunden sagt. Und Mama. Die Firma dankt!

12.11.08

Wie ich das vierte Mitglied von Egotronic geworden bin

Es war eigentlich ganz einfach. Ich hab gesagt, ich mach da jetzt mit, und schon war ich dabei. Und hier ist der Beweis.

(Danke an Olli fürs Festhalten.)

28.09.08

Kurze Auszeit

Das sagt Wikipedia über unser Reiseziel:

Die Toskana erlangte eine gewisse Berühmtheit als bevorzugtes Reiseziel einer Gruppe linksliberaler deutscher Intellektueller („Toskanafraktion“).

In diesem Sinne - bis in zwei Wochen.

17.08.08

The new what next

Vor etwa zweieinhalb Jahren kam das Angebot von laut.de wie aus heiterem Himmel, aber dennoch sehr gelegen. Nach dem Abschluss an der Uni zwei weitere Jahre zu wissen, was man machen kann, zumal bezahlt und sicher mit einem der besten Jobs, die man sich vorstellen kann, erschien ebenso verlockend wie praktikabel. Man hält sich noch einmal vom ersten Arbeitsmarkt fern und muss sich bis August 2008 keine Gedanken machen. Und jetzt?

Es ist August 2008 und ich sehe mich nach neuen Aufgaben um. Wenn ich morgen auf der Arbeit den Rechner anmache, bin ich nicht mehr Volontär. Und gleichzeitig auf Jobsuche. Der CV, der Lebenslauf, das Xing-Profil sind up-to-date, Facebook kündet von meiner Suche und die meisten wissen es auch schon von mir direkt. Und genau in dem Moment, wo man sich damit abgefunden hat, dass die Episode Musikjournalist wahrscheinlich demnächst beendet ist oder zumindest unterbrochen wird, und das auch in Ordnung findet, tut sich schon das nächste auf. Demnächst mehr auf diesem Kanal.

13.08.08

Digital Lifestyle Award - In eigener Sache

Etwas in eigener Sache: Ein Produkt unseres Hauses, vielleicht das heißeste seit Jahren, nämlich laut.fm ist für den Digital Lifestyle Award der Zeitschrift Chip nominiert. Laut.fm ist sog. User Generated Radio, der ein oder andere von Euch betreibt ja bereits eine Station. Genau. Jeder kann Radio machen, mit ner eigenen Playlist, jeder kann Musik hochladen. Ein viel versprechendes Konzept, das mit dem scheinbar nicht völlig unwichtigen Award veredelt werden soll. Also: Klickt!

09.06.08

umbauten

während nebenan die bauarbeiter fluchenderweise das bad aufreissen, habe ich meine blogrolle überarbeitet. gleich fliegen noch ein paar netztagebücher raus, die sanft der internetalischen realität entschlafen sind, raus, dann ist wieder für eine weile gut. neu dabei einige blogs vom planet olifani (stichwort politik & musik) und einige musikbezogene solche. das leipziger myoon (von dem es demnächst noch mehr zu berichten geben wird), das blog der wire-redaktion, the mire, und das blissblog von "rip it up and start again"-autor simon reynolds seien exemplarisch gesondert erwähnt.