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19.08.09

Frank Turner – Try This At Home

Über meine recht frische aber anhaltende Begeisterung für Frank Turner hab ich mich ja schon auf verschiedenen Kanälen ausgelassen. Umso mehr freut es mich, dass nach seinem jetzt erst in Deutschland erschienenen, vorzüglichen "Love, Ire & Song" im September schon die neue Platte "Poetry Of The Deed" in die Läden kommt. Was Frank so besonders macht? Er schafft es mühelos, den Geist von Punk in seine Singer-Songwriter-Stücke zu transportieren. Und steht dabei ganz in der Tradition von Billy Bragg oder den Angelic Upstarts (minus die Politik). Try This At Home!

30.07.09

Mick Jones eröffnet die Rock'n'Roll Public Library


Woohoo! Ich plane gerade einen Last-Minute-Trip zur Banksy-Ausstellung in Bristol und muss dann wohl noch kurz in London vorbei. Mick Jones, Punkrock-Legende und musikalischer Unruheständler, hat mit Sammlergegenständen, die er selbst zusammengetragen hat, eine Rock'n'Roll Public Library eröffnet. Bis 25. August ist sie von Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 19 Uhr geöffnet, mitten in Notting Hill in der Acklam Rd. London Calling! Ich bin sowas von dabei.
(Via BoingBoing & ByteFM, Foto von Singlespeed2008.)

03.05.09

Music Roundup

Und schon wieder Musik, kurz und knackig Empfehlungen für lange Mixe. Da wäre das auch von René hervorgehobene Set von Get Well Soon fürs Vice Magazine. Ich finde es eher durchschnittlich gut, wems gefällt bitte hier entlang.

Mein liebster Konstanzer DJ Pfeffer hat gleich zwei Mixe ins Netz gestellt, meiner Meinung nach beide sehr hörenswert, so unterschiedlich sie sein mögen. Zum einen wäre da ein fast sechsstündiger Monstermix (einen halben Gigabyte groß) von der letzten Sea Sight Tour, einer Veranstaltung in der Konstanzer Spiegelhalle der ich leider bislang noch nicht beiwohnen konnte. Er hat zusammen mit Li und Minner dort aufgelegt, das Set beginnt Minimal und wird dann housig. Weiter hab ich auch noch nicht gehört. Der zweite Hörbefehl ist eine Dreiviertelstunde kantiger Popchill unter dem Titel "Time To Run Between", anzuhören hier. Musik für verquollene Morgen.

Auch sehr schön: Der gut 70-minütige Mix "Disco Canaria" von WNDWLCKR, empfohlen von Die Magazin. Keine Ahnung, wer sich hinter dem Namen verbirgt. Was recht entspannt und bisweilen krude anfängt, haut im Lauf der Zeit ganz schön rein. Musik zum Wachwerden und Wachbleiben.

Und zu guter letzt (das wars dann mit den Mixes) hat das stets geschätzte 78s-Magazin einen Frühjahrs-Mix der Schweizer DJs Roundtable Knights. Nicht gerade cutting edge, aber nice.

Für die Stunde zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit sei dieser Mitschnitt eines Radiohead-Konzerts in São Paulo aus dem März an die Leserherzen gelegt. Nix besonderes für Radiohead-Standards, und dennoch so unglaublich gut. Auch via 78s.

KCRW, das vom Kollegen Luci hoch geschätzte Community-/College-Radio aus Santa Monica, lässt scheinbar regelmäßig Henry Rollins an Mikrofon und Regler. In der vorliegenden Sendung benimmt er sich mitunter zwar ein wenig arg prollig und marktschreierisch (und das mit dem Sonic Jihad muss auch nicht sein), aber weil er sonst ein Guter ist und das Thema der zweistündigen Sendung wirklich spannend ist, sei der Podcast hier empfohlen. Es geht um den frühen Postpunk, wie er im Buche steht. Simon Reynolds hat wohl das Buch über die verwirrte Ära nach Punk von 1978 bis 1984 geschrieben. Ich habe das Werk mit großem Interesse verschlungen, Henry Rollins spielt in diesen zwei Stunden die Musik dazu. Von The Fall über Cabaret Voltaire bis hin zu so obskurem Zeug wie Swell Maps ist alles dabei. Topp!

Und wer nicht weiß, was er zwischen dem Tatort und Schlafen gehen heute Abend machen soll, dem sei (ungehört) die neue Sendung "Savage Music" um 23 Uhr auf Byte.fm ans Herz gelegt. Die wird nämlich von niemand geringerem als Jon Savage geschmissen. Der Musikchecker hat sich mit "England's Dreaming", dem Standardwerk über britischen Punk im Allgemeinen und die Sex Pistols im Speziellen, ein Denkmal gesetzt und wird ab jetzt immer Sonntags um 23 Uhr in die Regler greifen. Die Themen seiner ersten Sendungen: "Dream Within a Dream", "Punk London", "Cali Punk", "Meridian 1970", "Teenage 1-5" und "Queer Noises".

05.02.09

R.I.P. Lux Interior

Gestern ist der Sänger der Cramps, Lux Interior, im Alter von 60 Jahren in Glendale, Kalifornien, gestorben. Das Herz wars. Jetzt ist er "Surfin' Dead".

10.01.09

Heaven is just around the corner

Heute war ich das erste mal im Vinyl Pirate. So heißt der Punkplattenladen im Keller vom Analph, dem Comicladen direkt um die Ecke von meiner neuen WG (Comic- und Punkplattenladen in einem, mein Ruin, das ist schon echt). Drin saßen zwei Typen, die im Betrieb des Vinyl Pirate offensichtlich ihre Bestimmung gefunden hatten. Am frühen Samstagnachmittag saßen sie da, tranken Beck's aus Dosen und ließen die Anlage auf 10 plärren. Wundervoll!

04.01.09

"From doll queue to club dates"

Via Nerdcore kommt dieser schöne Beitrag von London Weekend Television über die Anfänge des Punk. Als er ausgestrahlt wurde, war ich gerade mal ein halbes Jahr alt. Ein tolles Zeitdokument über eine gerade erst erblühende verglühende Szene, dem man immer wieder das WTF?-Moment, das Punk zu Anfang sicher noch hatte, anmerkt.

Besonders schön die Moderatorin mit Hippiebrille und -haarschnitt, charmantem Sprachfehler dank horrendem Überbiss und gleichzeitiger totaler Unerschrockenheit. Bemerkenswert auch, dass schon damals die überteuerten Konzertpreise als Argument für die Entfremdung der Fans von den großen Bands der siebziger Jahre (Led Zep etc.) ins Argumentationsfeld geführt wird.

Und natürlich fragt Moderatorin Janet Street-Porter stellt, offensichtlich nicht wirklich szenekundig, aber wohlwollend, Standardfragen zu "White Riot" oder "Anarchy In The UK", die in den letzten Jahrzehnten zur Genüge durchgekaut worden sind. Damals war das aber wohl noch erlaubt. Insgesamt eine sehenswerte halbe Stunde (von der ich lustigerweise schon einmal einen Ausschnitt entwendet habe), mit Livemitschnitten der Pistols: "Pretty Vacant", "Anarchy In The UK" und "No Fun".



(Direkt-LWT.)

18.09.08

Go straight to hell, boy!

Als überdimensional großer Clash-Fan kann ich das natürlich nicht ignorieren. Cover Laydown, ein Blog spezialisiert auf Folkcoverversionen bekannter Song (an sich schon sehr interessant!) hat einen Eintrag über "Straight To Hell" vom "Combat Rock"-Album der britischen Urpunks. Mit sehr schönen Coverversionen von Josh Rouse (mehr über Josh), Amy Loftus und Will Kimbrough (mehr über Amy, mehr über Will), Emm Gryner (mehr über Emm) und Steve Ketchen & the Kensington Hillbillies (mehr von den Hillbillies). Blogkommentatoren empfehlen weiterhin die Version von Moby und Heather Nova sowie die Interpretation von Phil Cody (mehr von Phil). Aber natürlich geht nichts am Original vorbei.

05.09.08

Bulls On Parade bei der RNC

Rage Against The Machine sind Wiederholungstäter. Sie haben schon zuvor bei National Conventions der großen Parteien in den USA gespielt, um gegen deren Politik und gegen das Wahlrecht in den USA zu demonstrieren. Man hat sie zuvor festgenommen und ihnen den Saft abgedreht. Heuer sind sie bei den Republikanern wieder dabei, wieder hat man den Strom abgestellt. Sie haben einfach A-Capella gesungen. Funktioniert auch ganz gut.

Geschichtsstunde

Hab ich auch noch nicht gewusst: Die Beastie Boys haben sich zu "An Open Letter To NYC" eines Riffs der Dead Boys bedient. Deren wohl größter Hit "Sonic Reducer" (wenn ich es richtig verstanden habe) musste herhalten. Die drei lebenden Raplegenden sind halt doch immer ein bisschen Punkrock geblieben.
Das Original:

Und die Adapteure:

04.09.08

God is a DJ

Morrissey hat sich bei KCRW als DJ betätigt. Im Plattenkoffer hatte er die Courteeners, die Sparks, die Buzzcocks und einige mehr. Dazwischen sinniert er über diese Gruppen und bestätigt, dass er bei beiden Sex-Pistols-Gigs in der Lesser Free Trade Hall dabei war (file under: nebensächliche Details für Nerds).

18.08.08

The Gaslight Anthem - The '59 Sound

Zum Feierabend noch was nettes. Schon mit ihrem Debütalbum "Sink Or Swim" waren mir The Gaslight Anthem aus New Brunswick positiv im Gedächtnis geblieben. Wer so schöne Hommagen an Joe Strummer schreibt, der muss geliebt werden. Schön zu hörenden Punkrock mit ner ganzen Menge Seele gibts auch auf dem zweiten Longplayer, den Titeltrack gibts hier. Klingt zu Anfang ein bisschen wie mittelmäßiger Collegerock, ist in echt aber ganz groß. Ehrlich.

12.08.08

Ich habe meinen Ruf weg

Wenn ich von Kollegen so vorgestellt werde, habe ich wohl meinen Ruf weg: "Matze - covering funny Scandinavian punkrock and Swiss electro." Und jetzt dürft Ihr raten, welche Bands gemeint sind.

07.08.08

Sponsoren gesucht

Für einen Flug und ein Ticket. Ich würde am 06. September gerne hierhin. X-Ray Spex im Roundhouse, das wär doch mal was.

31.07.08

Pop of the Tops, Juli

Kurz und knackig, hier auf diesem Sender: mein Lieblingssong und mein Lieblingsalbum eines jeden Monats. Als Empfehlung nach Außen und als Gedächtnisstütze nach Innen. Es soll ja Leute geben, die so etwas interessiert.

Song des Monats Juli: "Silly Thing" von den Sex Pistols. Jaja, ein uralter Song, ich weiss. Aber ich habe jetzt erst "Flogging A Dead Horse" entdeckt, "Silly Thing" ist der wohl beste Song, den die Sex Pistols (Steve Jones, Paul Cook) je geschrieben haben. Was für eine zeitlose Monsterhookline!

Album des Monats Juli: One Day As A Lion mit ihrer selbstbetitelter EP. Zack De La Rocha kommt tatsächlich noch mal aus der Versenkung, in der er nach dem Ende von RATM versank. Zusammen mit Jon Theodore (Ex-Mars-Volta) hat er fünf Stücke zusammengezimmert, die zwar sehr an die alten Helden erinnern, aber dennoch etwas besonderes haben. Und "Wild International" hätte eigentlich auch zum Song des Monats getaugt.

Besuchte Konzerte:
04.07.: Erich Rockt, Handsome Hank & His Lonesome Boys; Bodensee

01.07.08

Pop of the Tops, Juni

Kurz und knackig, hier auf diesem Sender: mein Lieblingssong und mein Lieblingsalbum eines jeden Monats. Als Empfehlung nach Außen und als Gedächtnisstütze nach Innen. Es soll ja Leute geben, die so etwas interessiert.

Song des Monats Juni: "Raveland" von Frittenbude. Genau genommen ja ein Remix von Kettcars "Graceland", aber Remix fasst bei den Münchnern ja dann doch viel zu kurz. Einfach gross, ihre Version.

Album des Monats Juni: In Ermangelung wirklich netter Alben wähle ich mal die Punk-Compilation, die dem Juni-Mojo beilag. Die Mojo-Redaktion bastelt eigentlich Monat für Monat ungewöhnliche, oft historische Sampler. Dieser beinhaltete Stücke von X-Ray Spex, Alternative TV, den Adverts usw. Let's do the time warp again!

Besuchte Konzerte:
04.06.: Rocko Schamoni; Kula Konstanz (Lesung)
13.06.: Play Live Halbfinale; Café Central Weinheim
16.06.: Coldplay; Brixton Academy London
20.-22.06.: Southside Festival; Neuhausen ob Eck

13.06.08

Fotogalerie mit Kleidung aus Sex/Seditionaries


unter seditionaries hat der herr punk pistol informationen rund um vivienne westwoods und malcolm mclarens sex/seditionaries klamottenladen zusammengetragen. das wirklich tolle ist allerdings das flickr-set mit originalen aus den späten siebzigern. ab seite 3 gehts los.

31.05.08

pop of the tops, mai

kurz und knackig, hier auf diesem sender: mein lieblingssong und mein lieblingsalbum eines jeden monats. als empfehlung nach außen und als gedächtnisstütze nach innen. es soll ja leute geben, die so etwas interessiert.

song des monats mai: unentschieden zwischen "ghosts" von ladytron und pendulums "the tempest". ersteres ein erwartbarer, aber trotzdem erfreulicher hit eines guten albums. das zweite der letzte track auf "in silico", dem gestern erschienen neuen album der d'n'b-kraftmeier. ein killer, über die volle länge.

album des monats mai: pendulums "in silico" beisst sich mit "nouns" von no age. ersteres eben kraftmeiernder d'n'b marke "mainstreamtauglich", unglaublich fett produziert. zweiteres netter lo-fi-schrammel-indierock aus dem hause sub pop. noise pour l'art.

besuchte konzerte:
13.05. vic du monte's persona non grata; kantine(kn)
15.05. björn kleinhenz; mariaberg rorschach
16.05. sascha funke; blechnerei konstanz
31.05. home of the lame; mariaberg rorschach

16.05.08

schraube locker und spaß dabei

so lässt sich wohl am besten die musik von smoke blow beschreiben. im allerbesten sinne. und weil es so gut passt, haben die kieler mit den hockstars zusammen ein video gedreht. ich glaube, ich habe endlich meine extremsportart gefunden.