06.01.09

Fünf Empfehlungen ...

... für diesen Gutschein, den ihr noch rumliegen habt von Weihnachten. Alle Empfehlungen habe ich schon bei laut.de ausgesprochen, bitte dort weiterlesen. Für Büchergutscheine empfehle ich das Kochbuch der Rockterrine mit lecker Fleisch- und -losen Rezepten, gerne auch with a twist. Nix langweilige DIY-Küche, sondern lässige, nahrhafte, wohlschmeckende Speisen gibts! - Oder für den Punkkomplettisten die Biografie "Subversive Zeiten - Die Crass-Story" über die englischen Ur-Anarchopunks. Superduperausführlich, daher echt nur für Hartgesottene. - Oder die liebevolle Liebeserklärung an den Pott "Echt! Pop-Protokolle aus dem Ruhrgebiet". Ein interessanter, dicker Reader mit Essays und Beobachtungen, kritisch und blauäugig gleichzeitig.

Wer nicht lesen mag oder einen Mediamarkt- und keinen Büchergutschein bekommen hat, könnte sein Geld in die Smashing-Pumpkins-Live-Doku "If All Goes Wrong" investieren. Eigentlich ja eher was für die Kinder der Neunziger, auf jeden Fall aber toll, wenn man sich früher gern zu "Bullet With Butterfly Wings" geritzt hätte. - Oder aber zu guter letzt das Live-Paket von Thrice. Die Postcore-Kalifornier haben einen Auftritt im Anaheimer House Of Blues auf Plastik gebannt, die dicke Ausführung gibts als Doppel-CD mit DVD. Eher solide Kost, aber wers hart und halbwegs innovativ mag, liegt hier nicht völlig falsch.

05.01.09

Read! 05.01.09

Wegue Wegue!

Dass es ordentlich knallen kann, wenn Clubtunes auf afrikanische Popelemente treffen, hab ich ja im letzten Jahr schon festgestellt. Damals hieß der Protagonist DJ Mujava und kam aus Südafrika, jetzt heißen sie Buraka Som Sistema und nennen Lissabon/Luanda (letzteres ist die Hauptstadt Angolas) als Homebases. Ihr "Kalemba (Wegue Wegue)" vermischt schnelle Rhythmen mit Raggaton-artigem Hüpfbeat und portugiesisch-angolanischem Geshoute. Wegue Wegue eben.

(Direktwegue.)

Wir machen aus der Asche einen Diamant

Ich habe jetzt schon zweimal gehört, dass die Platte eher langweilig sein soll. Mir ist es egal, ich finde die Single (auch wenn sie nicht wirklich der Gipfel der Innovation ist) super. Irgendwo zwischen Deichkindbumms und DAF-Motorik finden Schwefelgelb ihren Platz.


(Direktstein (für HD bitte auch hier entlang), via Spex.)

04.01.09

Read! 04.01.09

"From doll queue to club dates"

Via Nerdcore kommt dieser schöne Beitrag von London Weekend Television über die Anfänge des Punk. Als er ausgestrahlt wurde, war ich gerade mal ein halbes Jahr alt. Ein tolles Zeitdokument über eine gerade erst erblühende verglühende Szene, dem man immer wieder das WTF?-Moment, das Punk zu Anfang sicher noch hatte, anmerkt.

Besonders schön die Moderatorin mit Hippiebrille und -haarschnitt, charmantem Sprachfehler dank horrendem Überbiss und gleichzeitiger totaler Unerschrockenheit. Bemerkenswert auch, dass schon damals die überteuerten Konzertpreise als Argument für die Entfremdung der Fans von den großen Bands der siebziger Jahre (Led Zep etc.) ins Argumentationsfeld geführt wird.

Und natürlich fragt Moderatorin Janet Street-Porter stellt, offensichtlich nicht wirklich szenekundig, aber wohlwollend, Standardfragen zu "White Riot" oder "Anarchy In The UK", die in den letzten Jahrzehnten zur Genüge durchgekaut worden sind. Damals war das aber wohl noch erlaubt. Insgesamt eine sehenswerte halbe Stunde (von der ich lustigerweise schon einmal einen Ausschnitt entwendet habe), mit Livemitschnitten der Pistols: "Pretty Vacant", "Anarchy In The UK" und "No Fun".



(Direkt-LWT.)

03.01.09

02.01.09

It's a jungle!

Ich habe gerade das erste Mal "Creature Comforts" gesehen. Eine animierte Serie von Wallace & Gromit-Erfinder Nick Park, bei dem Zoo- und Zirkustiere über ihre Befindlichkeiten interviewt werden. Lief das in Deutschland auch irgendwo? Hab ich das einfach verpasst? Wahnsinn.

01.01.09

Wann du weißt, dass die Silvesterparty gut wird

Wenn der DJ dich mit den Worten begrüßt: "Hier hast du ein Bändel, damit kommst du Backstage, da gibt es Häppchen und Alkohol." Danke schön und frohes Neues!